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Alchemie

Die Frucht der Gedanken

Einen dritten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Geheimkünstler sperrig suggerieren
enthalten.

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Es gibt wohl wenige Wissenschaftler, die so bekannt sind wie Isaac Newton.

Newton beschäftigte sich mit Physik, aber auch mit der Bibel. In der Mathematik gab es eine weithin bekannte Auseinandersetzung mit Gottfried Wilhelm Leibniz über die Urheberschaft der Infinitidezimalrechnung. So weit ich weiß, bezichtigte Newton Leibniz, daß ihm eine schriftliche Anmerkung Newtons die Lösung suggerierte, also daß Newton der rechtmässige Erfinder gewesen sei.
Newton lies nicht locker, bis Leibniz völlig von diesem Streit zerrüttet war.

Weniger bekannt ist, daß sich Newton bis etwa 1696 auch massiv mit Alchemie beschäftigte. Und das weitestgehend geheim. Man kann ihn daher als Geheimkünstler der Alchemie bezeichnen.

Newton war ein sehr sperriger Mensch. So berichtet man.
Als er die staatliche Münze unter sich hatte, verhöhnte ihn ein Münzfälscher, daß er dessen Identität niemals herausfände. Newton lies kriminalistisch nicht locker und sorgte für eine drakonische Strafe – so sehr war seine Ehre verletzt.

Meine Anmerkungen zu Newton sind im wesentlichen der Erinnerung an eine Biographie von Florian Freistetter geschuldet.

Tag 265

Wieso diese blöde Nummer?
Nun, an diesem Tag, dem 22.9.2021 hatte ich wie meistmeine Freunde und einiges andere fotografiert und … das Gros dieser Motive eines Tages wollte ich mal als Ganzes zeigen.

Namen einiger vorhandener Tierchen:

Halictus Ligatus, Furchenbiene

Rothalsiges Getreidehähnchen (Oulema melanopus)

Sargus bipunctatus, auch als Dungwaffenfliege bekannt

Waldbrettspiel

Wanze Monalocoris filicis und Zikade

Weinbergschnecke

Xylota segnis Gemeine Langbauchschwebfliege

Kunst im Geheimen

Kritzelei mit ausgetrocknetem Filzer

Einen zweiten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Geheimkünstler sperrig suggerieren
enthalten.

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Georg Stefan Troller, ein Filmessyaist, der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird, verfasste immer wieder interessante TV-Portraits. Die waren nie langweilig, denn seine Akteure befanden sich meist am Rand der Gesellschaft, waren Individuen im Wortsinne und hatten eine ganz eigene Welt um sich herum.

An ein Essay erinnere ich mich besonders: Da ging es um Salvador Dalí und um das, was von ihm blieb.
Dieser Künstler, obwohl alles andere als kontaktscheu, war offenbar dennoch auch ein Geheimkünstler.
Denn Troller war einem Vermächtnis Dalís auf der Spur. Dalí sollte eine Spur gelegt haben, die erst posthum entdeckt werden konnte und sollte und sozusagen zu einem Werk von ihm jenseits des Todes führen sollte.

Sehr verrätselt war das. War diese Reportage Fiktion oder Realität? Oder sprach der Film eher über Verwalter seines Erbes, die nicht akzeptieren konnten, daß der Meister tot war?!
Für mich war das nicht zu klären. Aber diese wohl fiktive Reportage lies mich nicht los.

Ich war eigentlich nie ein besonderer Fan von Dalí, manches war mir zu sperrig, aber sein Handwerk verstand er wie kein Zweiter. Das merkte man auch an seinen Zeichnungen.

Der Surrealismus suggerierte FÜR MICH eigentlich wenig Tieferliegendes, obwohl er das anstrebte. Vieles war mir zu gewollt.
Mehr sagte mir nach einer gewissen Begeisterung für diese Maler um Breton dann die phantastische Malerei zu, deren Ursprünge ja schon lange zurückliegen.
Die phantastische Malerei zeigte Fabelwesen, aber auch Hintergründiges, Verqueres und Geheimnisvolles in der Realität. Was seine Fortsetzung dann auch in unserer Gegenwart in einer Sparte der Konzeptfotografie fand. Ich denke da z.B. an Gregory Crewdson. Auf WordPress-Bloggerseite an Rabirius.

Aber meine Betrachtung fing mit Troller an, an ihn wollte ich erinnern.