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Kleine Betrachtung zur Kunst

Foto am Abend des 2.10.2021

Einen ersten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Geheimkünstler sperrig suggerieren
enthalten.

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Einen gerühmten Bildhauer, der sein Atelier nicht weit von unserer Ferienwohnung hatte, suchten wir unlängst auf. Ich berichtete davon in einem der letzten Etüden.
Zu Gesicht bekamen wir diesen Geheimkünstler nicht. Zum 2. Mal nicht. Dafür aber sein Werk, das phänomenal war. Ich sollte etwas davon zeigen, von der Kraft, die darin steckt.

Ganz anders verhält es ich mit dem Heimlichen bei Performancekünstlern. Eine sehr bekannte ist ja Marina Abramović.

Als sperrig wird oft das Oeuve von Beuys angesehen. Ich kaufte mir vor vielen vielen Jahren einen Katalog über ihn, obwohl ich damals wenig von seinem Anliegen verstand.
Denn einen Katalog zu einer Ausstellung nicht kaufen, das ging gar nicht, hatte ich doch 1990 in meinen “musealen” Anfängen einen nicht gekauft und lief dem später lange hinterher.

Manche zeitgenössische Kunst suggeriert ihre dahinter liegende Intention, zumindest bietet sie eine an. Ob diese richtig gesehen wird oder in all ihren Facetten, das ist wiederum ein anderes Ding.
Kaum ein Künstler mag über seine Werke reden.
Zu oft macht man den Gehalt kaputt, wenn man “einen Stempel” drauf setzt. Eine Aussage will sich frei entfalten. Und allzu oft bekommt Kunst ja erst im Nachhinein eine erweiterte und stimmigere Auslegung als zur Zeit nach der Entstehung. Eine Bedeutungs(aus)wirkung über die Zeit hinweg geschärft also.



Schäbig oder Schabe?

Putzig, diese winzige Larve einer Waldschabe.
Hier die Endstufe. Auch dieses Tier finde ich putzig.

Beides am 13.09.2021 im Garten gesichtet.

Schaben haben einen schlechten Ruf, zumindest in meinem Ohr. Diese flinken Tierchen sind aber, näher betrachtet, gar nicht unästhetisch anzuschauen.

Königin im Spiegel

Auftritt einer Königin der Gelben Diebsameise (Solenopsis fugax), auch Diebische Zwergameise

Diese 6 mm lange Zwergameise trieb sich auf einem Plastikdeckel herum. Sie hat ein ungewöhnlich grosses Abdomen.

Hier spiegelt sich die Königin.

Wenn schon kein Spiegel vorhanden, tut es auch Plastik.

Es war windig und un-sonnig . Der Wind wirbelte ab und an die Ameise durcheinander. So leicht war sie.

Aufgenommen am 29.09.2021