
Das Leben ist schön!
Dies hörte ich Von Freunden in letzter Zeit zweimal.
Was bedeutet das? Daß man es sich persönlich TROTZ des Viruses gut eingerichtet hat, also auch keine finanziellen Nöte hat?!
Sicher, wenn man etwa die Nöte der Bevölkerung vergangener Zeiten, zumindest bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts betrachtet, dann muß das so stimmen! Da war echte Not wohl ständig zugegen. Seit dem Wirtschaftswunder in unserem Land geht es uns im Grunde gut, auch wenn man den kalten Krieg als latente Bedrohung dagegen rechnen mag.
Dennoch stört mich, daß ganz fest betont wurde, daß es uns gut geht. Das hört sich für mich ähnlich an wie das Leugnen des persönlichen Tods, dem wir ja alle nicht entrinnen können. Und dieses Wegleugnen/Wegschauen hat ja Tradition, manche Wissenschaftler sehen das dennoch vorhandene Bewusstsein des Tods als Quell der Kunst, überhaupt jeder Kreativität.
Sicher, das Leben kann wundersame und schöne Anteile besitzen, ist es also de facto auch, aber verallgemeinern und auf die lange Strecke ausweiten kann man es nicht.
Vielleicht wollten die, die das sagten, zum Ausdruck bringen: “Lass uns das Leben so schön machen wie möglich!”
Da kann ich dann mitschwingen.









