Beim Verlassen der Bambusröhre, um Material zu besorgen
Ein kleines, wespenartiges Insekt, Ancistrocerus gazella, eine Faltenwespe, konnte ich ja am 12.04.2020 abends vor dem Ertrinken retten, siehe oben. Ihre Schwester hat jedenfalls im Eingangsfoto ein “Haus” bezogen. Wir hatten ein 2tes Insektenhotel gebaut, das spätestens am 2. Tag schon von einzelnen Insekten bezogen wurde.
Im Jahr 2020 geht es dank Christiane munter mit den Etüden weiter. Die Wortspende stammt diesmal von Myriade. Ich beteilige mich gerne an dem Projekt. Folgende Worte sind zu verwenden:
Teppich gläsern flattern.
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Etwas unter den Teppich kehren fällt mir schwer. Manchmal erinnere ich mich an frühere Demütigungen, die erst durch zufälliges “Anstossen” wieder zu schmerzen anfangen. Wie einfach wäre es doch, diese Schmerzen ausradieren zu können. Selbst der unsterbliche Atlan in der Perry Rhodan-Serie erinnerte sich aber an eine tragische Liebe von vor 500 Jahren. Ich stellte mir das immer wieder mal vor und malte mir dabei die Qualen aus.
In den letzten Wochen dachte ich des öfteren an den SF-Thriller “Lautlos im Weltraum” von 1971: Bruce Dern als Hauptdarsteller überwachte mit anderen einige Treibhäuser in Halbkugelform, die an ein Raumschiff dockten. Die Erde war verwüstet und man hatte auf diese Weise etwas Grün der Erde gerettet. Plötzlich kam von der Erde der Befehl, diese wunderbaren Treibhäuser zu vernichten und mit dem Raumschiff zur Erde zurückzukehren. Die Augen von Bruce Dern wirkten gläsern, weinen konnte er nicht, so erschütterte ihn diese Meldung. Dieser Film bedeutete mir damals viel und auch heute noch.
Letzthin flatterte ein Etwas langsam den Gartenweg entlang, auf halber Höhe, bevor es sich gemächlich niederlies. Erst dachte ich an einen Falter, aber es war nur ein Blättchen, das ganz sorgsam und behutsam über eine weite Strecke getragen wurde. Ein besonderes Wiegen dieser Art sah ich jüngst ein 2tes Mal im Garten. Es war ein winziges Spinnchen, das an einem waagerecht schwebenden Faden hing. Aus einem Artikel von Joachim Schlichting wusste ich, daß es auf diese Weise einen Anker für seinen Faden suchte. Und siehe da, der Faden wurde immer näher an eine Keramikstele getrieben und beim vielleicht fünften Herantreiben konnte sich das Spinnchen an der Keramik festhalten. Solch eine Spinnennetz-Aufbautechnik, von der man zwar mal gehört hatte, live erleben zu können, hat schon was Faszinierendes.
Ich war nie in dem Club in Offenbach, wollte es aber immer, war aber etwas weit weg – oder ich schlicht faul. Nun bin ich 66 und somit wohl ein klein wenig aus dem Schema gefallen. Ohnehin geht ja jetzt, im Zeitalter des Virus, sowieso nichts.
Die Pods, die “Robert Johnson” seit einiger Zeit auf Soundcloud unter Center yourself veröffentlicht, finde ich sehr angenehm, gerade jetzt, wo viele etwas bewegungsarm sind. Es sei denn, sie marschieren im Carrré über die Felder, zwischen vier und fünf am Nachmittag.