Tagesgedanken V

Ich war in einer Buchhandlung, die ich früher des öfteren frequentiert hatte.

Diese Buchhandlung hatte als Sachbücher nur mehr die politische Sparte zu bieten.
Ich bestellte daher ein naturwissenschaftliches Buch, auf das ich vor kurzem aufmerksam geworden bin.

Um nicht ganz ohne etwas aus der Buchhandlung zu gehen, nahm ich doch eine Art Sachbuch mit.
Den Titel des Buchs werde ich hier nicht verraten, ich finde ihn unglücklich. Im Englischen klingt der Titel ein wenig besser, das nebenbei.

Ich habe jetzt 122 von mehr als 400 Seiten gelesen. Ich finde erstaunlich, was die Autorin auf immer neue Weise über unser Denken und Fühlen zu sagen hat.
Es wiederholt sich nichts, die Gedanken sind immer neu und frisch. Es ist nichts lapidar, vieles philosophisch und dennoch hand-habbar.
Die Möglichkeiten, ein Thema zu betrachten, sind unbegrenzt und kaum je redundant.

Wieso erwähne ich das? Weil ich seit geraumer Zeit einen Newsletter eines Zen-Meisters empfange. Jeden Tag beleuchtet er ein neues Thema. Was er aber sagt, ist im Grunde Wiederholung. Nun könnte man sagen:
Wahrheit ist einfach und immer gleich!

Aber im oben angeführten Buch geschieht das nicht. Wahrheit ist wie ein funkelnder Edelstein, der in seinen je einzelnen Facetten ganz genau beleuchtet wird.

Frauenbildnisse Teil 2

In einem ersten Teil hatte ich zwei naturalistische Frauenakte gezeigt, zum Schluss des Artikels einen dritten, der von einem Naturalismus abweicht.

Ich fahre damit fort und zeige nun mehr experimentell zu nennende Akte.


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Eine imposante Erscheinung

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Die Great Golden Digger Wasp (Sphex ichneumoneus) an einer Pohutukawa Blüte

Sie verweilte da nur für Sekunden. Insgesamt konnte ich sie nur zweimal adäquat fotografieren

Hier das zweite Mal.
Fühlte sie sich gestört, war sie in Nullkommanichts auf Nimmersehen weg.

Wie ich aus einem Scinexx-Artikel entnahm, können Insekten wie Libellen oder Schmeissfliegen im Experiment 300 Lichtblitze pro Sekunde als individuelle Signale wahrnehmen. Unser zeitliches Auflösungsvermögen ist dagegen nur schlappe 65 Hertz.

Ich erkläre mir so auch ihre Blitzschnelligkeit. Ihre Vorgänge wie Nahrungsaufnahme, Sondieren des Umfelds ect. scheinen in einer anderen “Zeitkultur” stattzufinden. Im Hörvermögen eine Sekunde für uns entsprechen sechs für sie, grob gesagt.

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Von den über 7000 Aufnahmen in Gran Canaria, wovon 3000 auf Kunst/Landschaft/Architektur ect fielen, habe ich ganze 64 Aufnahmen von Insekten rausgezogen, über die ich demnächst ein Video verfertigen werde.

Stay tuned!