Augen auf

Dieses unscheinbare Flieglein mit den großen Augen, auch Augenfliege genannt, fotografierte ich auf Gänseblümchen an zwei unterschiedlichen Tagen

Im Netz fand ich zu diesem Winzling immer “Raupenfliege”, wohl auch wegen des recht behaarten Hinterleibs.

In “Insektenbox” findet man unter den vielleicht 20 Arten von Raupenfliegen kein ähnliches Insekt.

Heute endlich fand ich, daß es sich um eine Musca autumnalis, eine Herbstfliege (auch Stallfliege, Augenfliege genannt) handelt.

Männchen und Weibchen ernähren sich sehr unterschiedlich:
Männchen wie hier von Nektar.
Weibchen von eher ungewöhnlichen Dingen…

Von Nasensekret, Speichel und Tränen der Wirte wie Rind oder Weidevieh, wobei sie diese Sekrete in erster Linie als Proteinquelle nutzen. Mit Hilfe mikroskopisch kleiner Zähnchen, die sich auf dem Saugrüssel befinden, verletzen Stallfliegen ihre Wirtstiere im Augenbereich um den Tränenfluss anzuregen. Zusätzlich nehmen sie opportunistisch an Wunden ihrer Wirtstiere Blut auf. 
Quelle

Hier also hatte ich nur mit Männchen zu tun, auch erkennbar an den sehr zusammengerückten Augen.

Studien zum Wollschweber

Am Ostermontag konnte ich mich 10 Minuten diesem Tierchen widmen.

Zielwasser

Maß genommen an der Traubenhyazinthe

Wieso dieses Tierchen hier so ungewöhnlich hell hell erscheint? Von der Sonnenbestrahlung allein kann es kaum sein!

Ich machte zig solcher merkwürdigen Aufnahmen:

Gleissendes Weiß!

Übrigens schlägt das Tierchen beständig mit seinen Flügeln – damit positioniert es sich millimetergenau. Seine Beinchen sind m.E. bestenfalls Hilfen – es braucht sie im Grunde nicht: Ich fotografierte eine Blütentankung schier aus der Luft., ohne Nutzung der Beine.

Und wie schläft das Tier?

Kopfüber!

Ein Maifoto vergangener Jahre, an einem späten Nachmittag.

Der Kitzel des Nerdigen

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte , diesmal von Anna-Lena mit ihrem Blog Meine literarische Visitenkarte. müssen in einem Text mit max. 300 Worten zwingend verwendet werden. Das ist das Besondere daran.

Nestbau
tanzen
frostig
.

*****

Der Frank war ein richtiger Nerd. Seine Mutter hatte für einen Nestbau gesorgt und ihm kürzlich eine erste Wohnung besorgt.

Frank tanzte regelmässig am Samstag, aber sein kurzes Geschüttele im Technoclub zeugte nicht von einer besonderen Gesellschaftstüchtigkeit: Er zahlte an der Tür Eintritt und sagte recht bald wieder Tschüss. Man kannte ihn schon: DA KOMMT FRANK!


Einer der Türsteher reagierte an einem Samstag frostig, ihm passte der Anzug nicht, mit dem er rein wollte.

Ein zufällig in der Nähe stehendes junges Mädchen, June, nahm sich seiner an. So konnte Frank dann doch rein.

Von den anderen Mädchen gefragt, wieso sie sich für den da eingesetzt hatte, sagte sie nur so etwas wie: “Der gefällt mir – ganz spontan!”.

Das reizte ihre Freundinnen. Sie nahmen Kontakt zu Frank auf. Wollten ihn veralbern. Frank merkte nichts, gar-nichts davon. Er reagierte vollkommen unbefangen. Verblüffend!

Seine Art war ganz anders wie die der anderen Jungs. Nicht aufgeblustert. Kein Megaauto (ja überhaupt keins), keine gestylten Klamotten und Frisur.

Das Nerdige bei ihm hatte irgendwie einen Kitzel.

Und so kam es, dass sie ihn zu einer Party einluden!

Parade der Köpfe

Im Moment stelle ich einige meiner Keramiken um.
Einige naturalistische Köpfe aus meiner Anfangszeit landeten jetzt auf dem Fenstersims.

Ein fremdartiges Tier steht drunter:

Die neuen Schmetterlinge fliegen dieses “Blatt” unten manchmal an, aber ohne Nektar-Erbeutung dabei!