Was so alles in der Heimat los ist

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Abendbrot
heimatlos
auszeichnen.

Die Worte sind von Heide mit ihrem Blog “Puzzle“.

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Die Sonne schien von früh an und lies nicht mehr locker. Und es war zudem Sonntag.
Kein Wunder, daß sich Kind und Kegel aufmachten, die gängigen Orte aufzusuchen, wo man nach Herzenslust flanieren konnte.
„Veitsbach“, wie Veitshöchheim von Einheimischen manchmal genannt wird, zeichnet sich da in mancherlei Hinsicht aus.
Da ist zunächst der Rokokogarten mit Barockschloss, ein Weltkulturerbe. Davon wusste ich vor 35 Jahren noch nichts. Bis dann in einer TV-Serie über die europäischen Kunstepochen ausgerechnet dieser Garten erwähnt wurde.
Es ist schon merkwürdig, seine (weitere) Heimat nicht richtig zu kennen. Hätte mich damals jemand zu „Veitsbach“ befragt, wäre mir wenig zu diesem Städtchen eingefallen. So mancher Bekannte aus meinem Umfeld hätte dann wohl gesagt: “Typisch für solch einen heimatlosen Gesell!”

Nun waren wir also an besagtem Sonntag im Rokokogarten, aber die kleine Stadt war mächtig voll und so zog es uns bald an den Main, wo man zusehends einsamer flanieren konnte, je länger man unterwegs war. Die Sonne hatte ordentliche Strahlkraft. Die Bäume dort am Main, u.a. riesige Schwarzpappeln, die Kirschpflaume und hohe Weiden machten schon etwas her. Noch dazu war schon Huflattich am Wegrand zu finden, der Frühling war also schon ordentlich zugange. Dazu der Main als treuer Wegbegleiter.
Wir gingen eine lange Strecke. Auf dem Rückweg machte ich auf einer Bank Rast und schlief sogar selig ein.

Beim Abendbrot dann beglückwünschten wir uns zu dem schönen Tag, der doch zunächst im überfüllten Städtchen nicht so berückend gewirkt hatte.

Alles was Rang und Namen hat…

Am Samstag, den 2.3.2024 war es dann so weit. All das übliche Frühlingspersonal kam zum Vorschein, manches davon allerdings sehr früh im Jahr…

Die Honigbiene

Die Hainschwebfliege

Die Mauerbiene

Eine Hummel

Der Rapsglanzkäfer!

Die Holzbiene

Die gallische Feldwespe

Die meisten Aufnahmen bei der “Wohlriechenden Heckenkirsche”.

Käfer und Wespe waren taumelig, eigentlich viel zu früh unterwegs.

Die Holzbiene hatte ich letztes Jahr Ende Februar am Winterjasmin gesehen, sodass ich so früh mit ihr eigentlich schon rechnete.

Jedenfalls begann der Frühling hier etwa mit den letzten zwei Februartagen. Heute scheint er sich fortzusetzen, die Sonne wirkt schon, jetzt um 9:20.

Eine Frage der Perspektive…

Bei der Masse meiner Aufnahmen aus der Insektenwelt sties ich ab und an auf zunächst Unerklärliches:

Eine Hainschwebfliege, diese von vielen Fotografen geliebte Fliege, die sich nur von Nektar und Pollen ernährt,
ist über ein anderes Insekt gebeugt!?!

Wie so oft hilft ein Perspektivenwechsel, um zu verstehen.