Das dachte sich wohl auch eine Igelfliege, die am Efeu aus den feuchten Niederungen herauskroch, weil sie Hunger hatte.

Category: Makrofotografie
Das dachte sich wohl auch eine Igelfliege, die am Efeu aus den feuchten Niederungen herauskroch, weil sie Hunger hatte.

Naja, nicht alle. Efeu kann ja auch Bäumen heftig zusetzen.
Jetzt im Herbst (und dann auch Winter) aber ist Efeu der BRINGER für Insekten.

Die Diskusse des Efeu sondern etwas ab, das allen schmeckt:
Wie der Halmfliege, die ja auch immer Spaß an der Thuja hat,
und der großen Schwebfliege Syrphus ribesii.
Im abgelaufenen Sommer war ich immer insgeheim auf der Suche nach Goldwespen.
Wo man sie gemeinhin finden kann, weiß ich nachwievor nicht. Ich sorge eben nicht dafür, daß ich im Bilde bin.
Väterchen Zufall half mir in diesem einen Falle vor einem Monat:

Wie auch immer: Bei der Fotografie selbst merkte ich NICHTS von dem Glitzer des sehr kleinen Tiers. Ich dachte nur: Nanu, ein merkwürdig kompaktes Insekt. Lohnt sich, es mal zu fotografieren, wennauch…
Solche Erfahrungen führen dazu, dass ich erstmal ALLES fotografiere, was mir merkwürdig erscheint. Und wenn es tatsächlich dann im Nachhinein unbedeutend ist, was solls.
GOLD ist im Moment , Ende September, der Efeu. Da tummelt sich doch noch erheblich viel. Hier eine winzige Schwebfliege:

Gold ist also noch, am 28.09.2022!
Am Dienstag waren wir zu fünft im Haus des Bundesnaturschutzes in Würzburg.
Dr. Robert Hock zeigte uns dort Erhebungen zu einzelnen Falterarten in Deutschland.
Die meisten dieser Arten haben einen Schwund zu verzeichnen, was man auf der Deutschlandkarte gut sehen konnte. Aber auch einen, den man verloren geglaubt hatte, zeigte sich wieder, wenn auch sehr spärlich.
Alle fünf Teilnehmenden der Abschlussveranstaltung berichteten von ihren Erfahrungen in Wald und Flur.
Ich hatte einen Stick dabei, in denen ich meine Funde bis Mitte Juni gesammelt hatte. Danach war ich nicht mehr so strikt im Katalogisieren gewesen.
Von “meinen” Schmetterlingen waren zumindest zwei falsch benamst:


Die folgenden Aufnahmen wurden von Dr. Hock gelobt:



Der folgende Kleinschmetterling, das Waldrebenfensterfleckchen, wurde offenbar bei der Vorführung überblättert:

Ingesamt war das ein sehr dichter Workshop, begleitet mit einer Fülle von Mails von Dr. Hock zum Auffinden von Arten zu bestimmten Zeitpunkten, aber auch darüber, was die Wissenschaft mittlerweile so alles an Einsichten in die Biologie der Schmetterlinge gewonnen hat.