Category: Makrofotografie

An einem Tag im Juli

Neben den Rüsselkäfern

… und der Puppe des Marienkäfers

gab es am 5. Juli noch mehr für mich zu sehen:

Grazil und wohlgeformt, gerade auch der Kopf mit den herrlich plazierten Augen..
Um was handelt es sich hier?
Richtig: Eine Tanzfliege, speziell Empis livida , die sogenannte Helle Tanzfliege

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Ganz im Dunkeln: Coreus Marginatus, die Nymphe der Lederwanze
Auch dies ist sicher die Nymphe einer Wanze.
Die Kleine Mordfliege…beweglicher ist ein Insektenkopf wohl kaum.
Eine winzige Fliege

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Eine Motte (oder Wickler).
Die kennen wir schon: Adela reaumurella, hier auf der winzigen Blüte der Gras-Sternmiere.

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Wohlig geborgen in einem Schiff.

Aufruhr auf der Lichtnelke

Drei sind einer zuviel. Aber davon hält der Rüsselkäfer nichts.
Anklopfen kann man ja mal
Sie hört nicht. Dann schaue ich mal an der Seite…
Zur Seite gehen war wohl keine gute Idee, da kann man wenig bewegen…
Offenbar ist die Wahl so gut wie gefallen, alle Mühe umsonst.
Da bleibt nur das traurige Weiterziehen.

Ein Kokon

Etwas angeblitzt weil im Dunkeln.

Hier ist die Puppe des Siebenpunktmarienkäfers. Seine Nymphe hatte sich irgendwann entschlossen, sich einzupuppen und zum Siebenpunktmarienkäfer zu werden.

Irgendwann stellt sich das Gehäuse auf und der Käfer “kommt zur Welt”.

Zur Welt kommen bedeutet auch, fliegen zu können. Dazu müssen sich Flügel bilden, Deckflügel und Hautflügel darunter.

Diese Hautflügel liegen beim “fertigen Käfer” kunstvoll gefaltet unter den Deckflügeln und werden in 0,1 sec in einem komplizierten Prozess vollständig entfaltet. Das Käferchen kann dann fliehen oder zur nächsten Pflanze.
Der umgedrehte Prozess, das Wiederverstauen der Flügel in zu faltenden Zustand geschieht u.a. durch Benutzung des Hinterteils, das den Prozess hebelnd unterstützt.

Näheres hier.

Adela reaumurella

Adela reaumurella gehört zur Familie der Langhornmotten.
Ich wollte doch mal näher schauen, wie sie aussieht.

Mit ihren ewig langen Antennen bestreicht sie den Raum.
Hier sieht man deutlicher, wie lange eine solche Antenne ist.
Blick ins Gelb.
Die üblichen Stacheln an den Beinen.
Mehr Gelb kann man sich nicht wünschen.

Das Tierchen auf Blüte ist sehr emsig, ist aber ein ungemein schlechter Flieger. Ein sehr unstetes langsames Rudern in der Luft, sodaß man glaubt, sie erreiche kaum ihr Ziel.
Wenn man da so zusieht, weiss man im Endeffekt nicht, was sich da so durch die Luft quält.
Zunächst dachte ich an Weichkäfer, die sind aber grösser und einigermassen o.k. beim Fliegen.