Einen alten Bekannten rief ich unlängst an. Er war immer unzuverlässig, betont gegenüber Freunden die sich als solche dünkten Was ihn dabei antrieb das weiss nur er wenn überhaupt
Zum Schluss unseren Austausches kam ein Satz den ich von ihm kenne, schon immer: Niemand ruft mich an!
Zur Zeit der Pandemie war mir zwar des öfteren bang, aber erst seit dem Krieg in der Ukraine bin ich mit etwas konfrontiert, das sich als Flashbacks bezeichnen lässt. Ab und an tauchen bedrohliche und unklare „ Gefühle“ auf, die sich in eine gewöhnliche Stimmung für Sekundenbruchteile einschieben können. So als würde ich gleich irgend etwas gewahr werden, was es an der Stelle nicht gibt/geben kann.
Zur Zeit meiner schweren Depression vor 22 Jahren waren es im Unterschied dazu zwanghafte Gedanken, die sich ins Gedankengefüge einschleichen wollten, meist über als schlimm erlebte Versäumnisse, und wehe, ich lies sie, wenn auch nur partiell, rein. Dann gab es kein Halten mehr. Die Depression hörte übrigens genau da auf, als dieser Druck der Zwangsgedanken aufhörte. Ich musste nicht mehr von vorneherein dagegenhalten. Es war damals „die Kunst“, eine einzelne schlichte Zeichnung, die mich eines Abends befreite.