Category: Etüden

Im Garten

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Unterwürfigkeit
verschuldet
verjubeln.

Die Worte sind von Werner Kastens.

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Ich sah Horst im Garten den Baum schneiden. Er unterbrach diese Arbeit, um mit mir ein paar Worte zu wechseln. “Die ganze Zeit konnte ich wegen dem Regen hier nichts machen. Meine Frau erinnerte mich daran, daß das noch zu tun ist”.
“Und, ist sie zufrieden mit dem Resultat jetzt !?”.

Horst: “Sie ist niemals zufrieden!…Das muß ich auch mal so sagen, weil es wahr ist”.
“Und was entgegnest Du, wenn sie nörgelt?”
Horst: “Ich sage nichts.”.

“Ist das nicht eine Form von Unterwürfigkeit?”.
Horst: “Ich verjubele doch nicht meine Zeit, indem ich dagegenhalte. Ich mache halt, was sie möchte. Man verschuldet nur endlosen Streit. Ich möchte meine Ruhe und tue, was nötig ist. Nicht unbedingt sofort, aber ich tue es.”

Also wieder einer! Aber ich denke, das ist gelebte Weisheit. Denn viele machen es so.

Bukowski

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Unterwürfigkeit
verschuldet
verjubeln.

Die Worte sind von Werner Kastens.

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Hans begehrte immer auf, er lies kaum was gelten. Jedes Argument warf er mit Donner zurück. Aus gegebenen Zahlen machte er viel grössere, um das Versagen der Regierung zu brandmarken!
Er kannte stattdessen nur eine einzige Unterwürfigkeit in seinem Leben und das war dem Alkohol gegenüber.
Seine Gesundheit hatte er schon verjubelt, aber verschuldet war er nicht. Als ihn ein Kumpel zum Poker überreden wollte, mit “Magst?!”, da hatte er nur Zähnefletschen für übrig.

So billig lies er sich nicht kaschen! Obwohl, einmal, als er mitspielte, setzte er alles auf eine einzige Karte und ausgerechnet die kam! Alle schüttelten den Kopf: Wie kann man mit leerer Hand so ein Risiko eingehen?! Bekloppt! Aber Hans war einfach unberechenbar. Zog das Geld ein und ging heim zu seiner Flasche.

Er hatte ja ein Vorbild und das war Bukowski, der große Charles! Zwar hatte Hans kein Talent für Geschichten (“Kaputt in Hollywood”) wie Bukowski, aber er hatte ein Foto von ihm in seiner Stube hängen. Bukowski ganz in Rauch gehüllt, denn Bukowski war ja auch ein starker Raucher. Und er kannte sehr wohl das Wettspiel, das war seine dritte Sucht.
Von weiteren Süchten mag ich jetzt nicht reden.

Regen

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Unterwürfigkeit
verschuldet
verjubeln.

Die Worte sind von Werner Kastens.

Folgende Auslassungen haben nicht mit einer speziellen Person zu tun.

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Das Regen, sagt man so?!

Es ist jedenfalls allgegenwärtig zur Zeit. Deshalb habe ich es verdinglicht, hahahaha.
Also: Den Regen akzeptieren bis hin zur Unterwürfigkeit, was bleibt uns sonst übrig ?

So werden jedenfalls die Tage verjubelt, Aussenaktivitäten fast Fehlanzeige. Auch meine Insekten sind echterdings mürrisch geworden, kann man es ihnen verdenken?

Verschuldet hätten wir das alles schon vor längerer Zeit, erwiesen ist das aber keinesfalls, nie nicht ! Wie man uns ja auch länger schon von bestimmter Seite versichert.

Nein, nichts ist erwiesen!! Es gibt auch keine Evidenzen. Nichts von alledem. Und wer so redet, der nimmt unsere Chancen nicht ernst! Und die haben wir als Menschheit gewiss, sind wir doch die hellste Art auf Erden und haben schon ganz andere Dinge gemeistert.
Lass die alle nur mal reden. Lasse sie. Sollen sie reden! Immer nur reden! Sollen sie baldowern, sollen sie das Dunkle herbei zitieren, ICH selbst glaube an gute Zeiten.
Hinterher, merke: hinterher… wird man sagen: An welche Dystopien haben die denn da damals geglaubt?!
So was von lächerlich. Unterwürfig, so etwas zu glauben…

Den Windungen entlang

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Unterwürfigkeit
verschuldet
verjubeln.

Die Worte sind von Werner Kastens.

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Das obige Bild erinnert mich an die jüngste Pandemie, die uns ja in Zwangslagen versetzte.

Ich entdeckte damals bei einem Spaziergang ein Heftchen eines Theaters, das in einer Baumhöhle eingezwängt war, ähnlich dem Foto oben. Daraus entstand bei mir im Blog eine Reihe, die “Aussenkunst” aufzeigte, also Kunst nicht in Galerien, sondern im Freien. Da gab es so manches auf meinen Spaziergängen, das wie eine bewusste Installation wirkte.

Man sprach damals (auch) von Unterwürfigkeit dem Staat gegenüber, von selbst verschuldetem Gehorsam.

Ein alter Mann sprach mir damals davon, daß diese Jahre ihm wie verjubelt vorkommen, denn er sei schon sehr alt und es schmerze ihn, daß er gerade diese Jahre so verbringen müsse.

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Hinterher rückt man meist manches zurecht.
Doch das Zurechtrücken geht ja so weiter. Auch ältere Geschichte wird zurecht gerückt, immer wieder, so wie die Kontinentaldrift unter unseren Füssen. Diese betrifft aber geologische Zeiträume und wir sprechen ja von der Menschheit, die erst seit kurzem auf dieser Erde weilt.
Und was soll man zur Menschheit sagen? Dazu fällt mir wenig ein, ich bin ein wenig vom Glauben abgefallen.
Vielleicht sollte man nur noch positive Nachrichten senden, das wäre es vielleicht?! Denn solche gibt es gewiss. Aber ihnen scheint immer ein “Aber” anzuhängen, da sieht man, wie sehr das Negative zieht. Nicht umsonst ist die Erde ein riesiger Magnet und da Physik überall wirkt, wird sie auch bis tief in unsere Gehirnwindungen wirken.

“Den Tag geniessen”, das sagte mir wiederum einst ein alter Mann. Eine Formel, die ich schon oft gehört habe und die auf mich etwas stupid wirkt. Aber wieso nicht auch eine solche leere Formel wie eine Lehre beherzigen?!
Das wärs doch oder?!