Wer am lautesten schreit, hat fast immer recht. Auf eine Barrikade klettern und gegens Korsett angehen. Nur dabei keine akademischen Floskeln bitte! Lau und leicht muss es sein, gerade im Sommer. Aber dampfen sollte der Redner dennoch auch!
Widerfahren wird den Rednern kaum was. Willfährige Zuhörer findet er gewiss.
Das Thema kann rechtsdrehend sein
vorwärts zur Ökodiktatur z.B. Chemtrails waren vorvorgestern. Es findet sich was Das ganz gewiss.
Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an. Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden. Die Wortspende ist diesmal von Red Skies Over Paradise
Baracke lau widerfahren.
*
“Du, Heinz, dein Verhalten ist ja gerade nicht konsistent !” “Was soll das denn sein, konsistent?! .”
Rudy: “Wenn Du sagst, Du drinkst höchstens ein Bier, es sind aber insgeheim 8 – 10, dann ist das inkonsistent.
Heinz: “Was widerfährt mir denn hier für eine Schelte?!” Rudy: “Du, Heinz, Du kannst doch so viel Bier trinken wie Du willst!”
Heinz: “Ich kann nach den Bieren immer noch in die Hocke gehen und das 30 Sekunden halten! Schau!”.
Rudy: “Toll, das könnte ich nicht!”
Heinz: “Aber WAS willst Du?”.
Rudy: ” Heinz, wenn Du das zugibst, weiss jeder woran er mit Dir ist.
Er entscheidet sich z.B. gegen eine Kneipentour mir Dir . Oder er fährt mit Dir nicht Auto.”.
Heinz: “Quatsch mit Sosse! Das geht niemanden etwas an “.
Eigentlich sollte es diesen lauen Abend nicht über Biere gehen. Aber jetzt kam Heinz: !!
Heinz: “UND..Was war vor einem Monat? Da sah ich Dich gleich mit 3 Frauen!”
Rudy: “Wo?!”
Heinz: “Doch, Du hast eine Frau am Morgen innig am Bahnsteig verabschiedet. Und mittags sasst Du mit einer anderen alleine in deines Bruders Baracke. Abends dann sah ich Dich mit einer Jüngeren am “Kissing gate”.
Rudy: “Ja, und”? Heinz: “Das machst Du alles ziemlich im Geheimen!”.
Heinz seufzte.. .
Rudy: “Ja, hast recht… !” Es wird mir insgesamt zu anstrengend. Im Grunde würde ich lieber mit Dir tauschen “.
Heinz:” Das Biertrinken höre ich auf! Bin jetzt in einem Debattierklub gelandert. Da werden Fragen gestellt, das glaubst Du nicht! Da kann man süchtig von werden !”
Rudy: “Ne, mach das alleine. Ich gehe lieber in die Natur. Gerhard hat mir das schmackhaft gemacht.”.
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Baracke lau widerfahren.
Heinz wiederfuhr es, daß er in einer Baracke wohnen musste, zwar für lau, aber was macht es!
Sein Herz hatte er bei Egon und dessen Frau ausgeschüttet. Auch Werner, Joachim und Christiane hatten das letzte Mal mitgelauscht.
Egon unterbrach Heinzens endlose Tiriade, sein endloses Klagen abrupt:
„Jetzt lass mal alle fünf grade sein! Haha. Das muss doch wirklich nicht sein! Richte Dich auf. Überlege Dir doch, WAS Du alles kannst, nicht das, was Du nur mittelmässsig kannst. Christiane ist auch dieser Meinung! So wirds doch nichts. Und jetzt trinken wir einen guten Wein, mit einer ganz besonderen Note, extra für dich aus meinem Keller geholt! Der wird Dir schmecken!”
Als Heinz später gegangen war, sagte Trude, Egons Frau:
„Es tut mir ja so leid um Heinz. Er ist so ein famoser Bursche. So wenig von sich selbst angetan!
Egon sagte darauf: „Ja schon… „Aber er weiss tatsächlich vieles nicht. Sprach ihn letztlich auf Bayern an. Das hielt er für ein Bundesland!!! Dann sprach ich über den HSV – da meinte er: „Hauptbuchsachverwalter“. „Also sag mal!“ Trude: „Über Fussball muss doch nicht jeder Bescheid wissen. Ich hab davon auch keinen blassen Dunst und will darüber auch nie nix wissen. Niemals nicht! Rein garnicht!Nixx!“.
Egon: „Geschenkt… Aber weisst Du, wo er Florida verortet hat? Oder Fuerte?“
Trude: „Nicht jeder war überall. Wir sind halt viel verreist, früher.“
Egon: „Jetzt kann er das auch nicht nachholen. Wird schwierig sein. Für den Ballermann muss er Mallorca buchen , das dürfte er aber schon wissen.“
„Früher, mit seiner Erna, da war das noch ganz anders“, meinte Trude. „Die war ihm eine gute Stütze, wusste allzeit Rat und hatte immer ein Ohr für ihn. Da kam er nie auf andere Gedanken und war gut geerdet. Wie gut gebettet. Alles lief für ihn richtig rund!“ „Ja…. Die Erna war ein Pfund!“, meinte Egon.
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Baracke lau widerfahren.
Heinz schüttete wieder mal sein Herz bei Egon aus. Egons Frau saß anbei und hörte auch aufmerksam zu.
„Für manche lebe ich wie in einer Art Baracke. Ein gepflegtes Zuhause ist wohl etwas anderes. Jedenfalls kann man bei mir nicht vom Boden essen.
Lau sind auch meine Kenntnisse in klassischer Musik. Es widerfährt mir durchaus, dass ich den falschen Ton erwische oder im falschen Rhythmus klatsche. Von einem Musiker da gerügt werden, wenn auch in scherzhaftem Ton, trifft oft den „richtigen“ Ton und schmerzt tief!
Ich bilde mir ein, ein guter Tänzer zu sein, also mich gut zu Musik zu bewegen. Manch einer bezeichnet mich aber als Tanzbär.
In Philosophie bin ich nicht sonderlich bewandert. Schlecht, wenn ich da mit einem ausgewiessenen Kenner diskutiere.
Künstler kann ich auch nicht sein, denn meine Rotgrünblindheit versperrt mir den Zugang zum heiligen Gral.
Ein guter Zuhörer bin ich auch nicht. Ich will alsbald meine Ideen einbringen, noch bevor der andere fertig ist.
Meine Kenntnisse von Geschichte sind lückenhaft. Wenn ich da auch einiges aufgeholt habe. Aber die tiefen Zusammenhänge ahne ich mehr als sie belegen zu können. Gehört haben heisst ja nicht wissen.
Ein guter Holzschnitzer bin ich auch nicht, denn meine Kenntnisse habe ich mit „Learning by doing“ erworben. Nicht durch gewissenhaftes Studium.
Als Sportler war ich mittelmässig. Mein Bruder lief die 400 m in 56 , ich nur 61 Sekunden.
Ein Koch bin ich nicht, eher ein gemeiner Brösler beim Essen.
Als Zeichner war ich gut, habe aber zu wenig daraus gemacht. Ebenso als Geschichtenerzähler.
Englisch kann ich gut, aber nicht gut genug.
Die Farbwahl und Zusammenstellung von Kleidung, da war ich gut, aber das vernachlässige ich zusehends immer mehr.
Jung war ich einst, so jung, dass mich viele immer deutlich jünger einschätzten als ich war. Witzig war das immer. Jetzt bin ich aber alt.
Mein Gedächtnis war recht gut, aber ich vergesse jetzt doch manchmal mehr als mir lieb ist.
Ich bin mehr ängstlich als mutig.
Ein Kenner guten Weins bin ich mitnichten! Kann einen guten nicht von einem schlechten Tropfen unterscheiden.“