Category: Etüden

Sich etwas gönnen

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden.

Die Wortspende ist von Monika mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Sie lauten:

Praline
herzhaft
wandern.

Jacques quälte sein Studium, ihm schien, als hätte er – mit untrügerischem Scharfsinn – schlicht das falsche gewählt.
Als er schweren Herzens durch die Stadt wanderte, kam er an einem Pra­li­né-Geschäft vorbei. Obwohl er da sonst nie reinging, weil er ohnehin kaum Geld hatte, sagte er sich: Heute will ich mich mal verwöhnen!
Er suchte sich diverse Pralinen aus, auch mal Karamelkaubonbons und ähnliche Leckereien.
Manche dieser Pralinen schmeckten herzhaft, andere waren erstaunlich fade, wieder andere schienen reinstes Zucker zu sein.

Als er ein zähes Kaubonbon probierte, zog die Masse ihm dabei eine Blombe aus dem Mund.
Vorbei war es jäh mit dem Seelentrost, er verfluchte das ganze Süsszeug und warf es komplett weg. In die nächste Tonne.


Praline perdu

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden.

Die Wortspende ist von Monika mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Sie lauten:

Praline
herzhaft
wandern.

“Du, Hermine, hast Du meine Praline gesehen?”

“Heinz, hast Du sie nicht gegessen?”

“Nach dem herzhaften Kaffee (mit Schuss) wollte ich noch eine Weile warten… Der Hund war ja auch hier nicht drin oder?!”

“Heinz, den habe ich erzogen, der isst keine herrenlose Pralinen. Einfach weg wandern wird die Praline sicher auch nicht, haha.”

“Warte, Hermine… ich weiss es jetzt! Ich habe sie auf dem Bistrotisch da drüben angeknabbert abgelegt! “

“Du warst das?! Ich habe vorhin dort einen massiven Schokofleck entfernt.
Heinz! In der Hitze lässt man keine Praline liegen. Für die Hitzegrade zur Zeit sind die nicht gemacht.”

“Blöd! Schade, Hermine… hoffentlich lassen sich die Pralinenhersteller da was einfallen!. Pralinen dürfen nicht so schnell schmelzen. Das geht nicht! Garnicht!”

“Heinz, ich glaub, unsere Lebensmittelchemiker sind da bestimmt schon dran. Die kriegen das hin. Wir wollen auch bei tropischen Temperaturen nicht auf solche Köstlichkeiten verzichten wollen. Wo kämen wir denn da hin!

Ausserdem: Hitze mag ich nicht, soll nicht hier her. Ist nichts für uns Europäer. Wieso macht unsere Regierung da nix?!”


Das mit der Praline

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden.

Die Wortspende ist von Monika mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Sie lauten:

Praline
herzhaft
wandern.

“Mensch, was für eine Praline!”, meinte mein Freund Jo über die Frau, die an ihm heftig interessiert war.
Verwunderung wanderte über mein Gesicht, so hatte ich ihn nie reden hören.

Dieses herzhafte Wahrnehmen der Frau half ihm offenbar, sich auf sie einzulassen. Trotz einer schmerzhaften Erfahrung aus der kürzlich geendeten Beziehung.

Mit dem neuen Herzstück war es dann doch bald vorbei, schade daß der Zauber nicht länger wirkte. Das beiderseitige Wollen ging in ein Nichtwollen über, als Folge von Inkompatibilität, sagt man wohl neudeutsch dazu.


Ganz schön kariert

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden.
Die Wortspende ist diesmal von nellindreams.

Picknickdecke
verwegen
recherchieren.

Trude hatte eine karierte Picknickdecke ausgewählt, um mit ihrem Mann Helmut und ihren Freunden Siglinde und Paul schön am See zu campieren.

Sie hätte besser recherchiert, was sie sonst noch für Decken hat. Denn es passierte am See etwas, das sie eigentlich hätte voraussehen können müssen und … dürfen.
Sie kannte doch ihren Mann Helmut! Sie kannte seinen Tick.
Nun, es kam wie es kommen musste!

Helmut schaute Paul am See plötzlich an und meinte:

“Die Decke sieht doch tatsächlich aus wie ein Schachbrett. Im Auto habe ich “mein Werkzeug”. Soll ich es holen?”.
Paul, der alte Zocker, war sofort Feuer und Flamme.
Und während die Frauen spazieren gingen, spielten sie verwegen Gartenschach, kleines Holzbrett auf großer karierter Decke und die Schachuhr als lautmalerische Beigabe.
Recht spät kamen die Damen zurück, die beiden Männer waren immer noch am Spielen.

“Eine letzte Partie!”, meinte Helmut bittend.
Trude verneinte: “Ich fahre mit Siglinde nachhause. Spielt ihr nur ruhig weiter!”

Widerrede kam von den Männern nicht. Sie waren ja mittendrin, Helmut hatte sich über die 5. Partie etwas geärgert, die hatte er dumm verloren.
Das war jetzt wichtig!
Wichtiger als alles andere.
Zuhause wird es wohl Mores geben, dachte Helmut, klar, aber das war ihm egal, musste ihm jetzt egal sein.