Praline perdu

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden.

Die Wortspende ist von Monika mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Sie lauten:

Praline
herzhaft
wandern.

“Du, Hermine, hast Du meine Praline gesehen?”

“Heinz, hast Du sie nicht gegessen?”

“Nach dem herzhaften Kaffee (mit Schuss) wollte ich noch eine Weile warten… Der Hund war ja auch hier nicht drin oder?!”

“Heinz, den habe ich erzogen, der isst keine herrenlose Pralinen. Einfach weg wandern wird die Praline sicher auch nicht, haha.”

“Warte, Hermine… ich weiss es jetzt! Ich habe sie auf dem Bistrotisch da drüben angeknabbert abgelegt! “

“Du warst das?! Ich habe vorhin dort einen massiven Schokofleck entfernt.
Heinz! In der Hitze lässt man keine Praline liegen. Für die Hitzegrade zur Zeit sind die nicht gemacht.”

“Blöd! Schade, Hermine… hoffentlich lassen sich die Pralinenhersteller da was einfallen!. Pralinen dürfen nicht so schnell schmelzen. Das geht nicht! Garnicht!”

“Heinz, ich glaub, unsere Lebensmittelchemiker sind da bestimmt schon dran. Die kriegen das hin. Wir wollen auch bei tropischen Temperaturen nicht auf solche Köstlichkeiten verzichten wollen. Wo kämen wir denn da hin!

Ausserdem: Hitze mag ich nicht, soll nicht hier her. Ist nichts für uns Europäer. Wieso macht unsere Regierung da nix?!”


24 thoughts on “Praline perdu

  1. Immer ist etwas mit ihr. Entweder sind noch viele Pralinen in der Schachtel oder es liegt überhaupt keine Schachtel im Schrank. In jedem Fall zerrt sie so lange herzhaft an mir bis ich zum Vorratsschrank oder zum nächsten Schokohändler wandere. Da gibt es kein Zögern. Mit dem ersten Gedanken an ihrem unwiderstehlichen Schmelz antwortet mein unstillbares Verlangen. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde die einzig und allein an das nie zu überwindende juvenile Stadium erinnern: zur Tröstung gegen das harte Leben oder als Reminiszenz an das süße Leben in der uterinen Vollpension.

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    1. Lieber Paul-Peter, das wäre doch ein famoser Beitrag zur Etüdenschunkelei. Darf ich das an Christiane weiterreichen, die Hüterin unserer Schätze?!

      Trost bedarf man des öfteren: Sei es die aufliegende Hand eines Verständnisvollen, sei es die Rückerinnerung, als alles noch gut war, vorausgesetzt dabei daß die Mutter unbeschwert und nicht in Nöten war.

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        1. Ich glaube, es gab von Janus ein Buch “Pränatale Psychologie”, das ich vor gut 20 Jahren mal las.
          Das war damals wirklich ein Hit in unseren Kreisen – und gab einen Eindruck von dem Paket, dass ein jeder ganz unterschiedlich mitbekommt: Manchmal ein Süsses, manchmal ein Herbes.

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          1. http://www.ludwig-janus.de/
            Herr Janus ist in der Frage ein sehr engagierter. Bin hin und wieder mal mit ihm in Kontakt.
            Es ist ein leider stark vernachlässigtes Thema. Bis in die Philosophie hinein. Dort hat man ja auch wie in anderen Bereichen “den Menschen” einfach vorausgesetzt oder ihm einfch “etwas ” in die Schuhe geschoben hat und nicht hinterfragt wer dieses Wesen denn eigentlich genau ist: nämlich ein Geburtlicher!!! und welches Auswirkungen das hat.

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            1. Nachwievor ein vernachlässigtes Thema, diesen Eindruck habe ich auch.

              Ich habe die Vorstellung, man frönt heute wieder mehr dem Gedanken: “Jeder ist seines Glückes Schmied”. “Wer sich nicht stetig bemüht, muss schauen wo er bleibt..”
              Ein wieder härterer Ton…

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    2. Lieber Paul-Peter, vielen Dank für den unerwarteteten Beitrag zu den Etüden. Ein wunderbarer und kluger Kurztext. Ich würde mich freuen, wenn du öfter zu dergleichen Lust hättest, ich lese Derartiges sehr gern.
      Herzliche Abendgrüße
      Christiane 😀

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  2. Genau, wo kämen wir denn da hin, wenn die Heinzens und Hermines auch noch selbst denken und handeln müssten! Nein, immer schön den lieben Gott, die Regierung oder die Lebensmittelchemie (ärks! 😟) anrufen! 😉
    Sehr schön, lieber Gerhard, sehr gelungen! 😁👍
    Morgenkaffeegrüße mit Regen 😁🌧️☕🍩👍

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