Author: kopfundgestalt

Der Rainfarn als Hort des Lebens

Komm, ich zeige Dir den Rainfarn…
…wo die Weichwanze wohnt
und die Cistogaster globosa
ebenso die Athalia rosae, Rübsen-Blattwespe oder Kohlrüben-Blattwespe
dann auch die famose Stomorhina lunata
Und zwei Siebenpunktler.

Aufgenommen 13. Oktober 2019, d.h. der Oktober hat grundsätzlich viel noch zu bieten.

Beobachtungen an trübem Herbsttag

Nicandra physaloides , auch Blaue Lampionblume genannt

Diese Pflanze gilt als giftig.

Schneebeere

HJ Schlichting hat uns darauf hingewiesen, daß das Weiß der Schneebeere durch Totalreflexion entsteht und nicht etwa einem weißen Pigment. Das Licht verlässt die Beere diffus, sodaß dem Auge Weiß angeboten wird. Bei den noch nicht voll entwickelten Beeren sind Die Luftkammern in den Beeren offenbar noch nicht voll ausgebildet, sodaß dieser vorgenannte physikalische Effekt nicht klappt und die Beere trüb erscheint.

Am Rhododendronblatt diese hübsche Staublaus, Graphopsocus cruciatus.

Selbst bei schlechtem Wetter sieht man winzigste Tiere wie Läuse “herumirren”.
Ich nehme an, daß ihnen Kälte weniger ausmacht wie grössere Insekten. Wahrscheinlich auch eine Folge des Flächen-Volumenverhältnisses der Physik.

Eine Blattlaus. Viel schärfer kriege ich sie nicht zu fassen. Kaum beobachtet, verschwindet dieser Winzling unter dem Blatt.
Auffallend sind seine langen Flügel.

Sonne ist immer willkommen, wenn auch manchmal nur kurz.

Geheime Gunst

Einen sechsten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Geheimkünstler sperrig suggerieren
enthalten.

Altes Gekritzel aus einem Kalenderchen

*

Heinz, Du Geheimgünstler!

Nutzt die Stunde, um dich günstig zu bereichern, was?! So günstig kommt man ja nicht zu praktisch neuen Geräten!

Heinz:
“So sperrig, wie die Sachen zur Sperrgutabfuhr an der Strasse rumliegen, da lohnt sich schon mal ein Blick. Aber bereichern tue ich mich an diesen Sachen nicht.
Was die Leute alles so wegwerfen: Eine Kaffeemaschine, die an einer Stelle leicht abgeschabt wirkt, aber ansonsten tiptop. Ein feines Tablet, bei dem der Akku nicht mehr so zündet. Oder 2 Jahre alte Handys, weil brandneue Modelle rauskamen.
Wer suggeriert eigentlich den Leuten, daß sie ständig ein neues Modell brauchen?”

Und was machst Du nun mit all den Geräten, Heinz? Verkaufst Du die?

Heinz:
“Iwo. Ich baue damit gerade eine Kunst-Installation auf: EGALM, “Elektrogeräte am laufenden Meter“, heisst die. Seitdem ich das mache, ist schon eine Wand 2m hoch und 180 m lang entstanden. Alles Ware aus unserem Stadtteil. In einer spiraligen Schnecke umlaufend.

Das Blöde an der Installation auf dem alten Industriegelände ist, dass mir die Behörden jetzt auf den Leib rücken. „All das Zeug gehört entsorgt, auf ganz normalen Weg und soll nicht unsere Umwelt verschandeln, auch wenn das hier ein ehemaliges Industriegebiet ist.”
Echten Ärger habe ich damit. Sie finden das asozial, was ich da mache. All den Müll einfach so komprimiert herzuzeigen.
Vermutlich rücken sie bald an, mit ihren Müllautos . Ich filme dann das Ganze, da brauchen sie Tage dafür. Wäre sozusagen das nächste Kunstprojekt und kommt dann als Filmdoku raus.