Author: kopfundgestalt

Leben im Kehricht

Der Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci), auch Museumskäfer genannt,

fand sich plötzlich auf meiner Kehrichtschaufel. Ich trug die Schaufel nach draussen, um bessere fotografische Ergebnisse zu bekommen.

Der winzige Käfer fühlte sich wohl in diesem Reich…
Legte sich auf den Rücken und spielte mit den Schnüren
Dann wieder zurück in Normallage
Auf der Suche…
Etwas in Sicht?
An diesem pflanzlichen Rest machte er sich zu schaffen…

Für mich war diese Begegnung am Morgen so eine Art Startschuß, in die Natur zu gehen – denn heute schien die Sonne wieder.

Luft nach oben

Einer meiner Spielereien mit Papier

*

Wenn man den Werdegang des Homo sapiens betrachtet, stellt sich die Frage, wieso er so krachend daran scheitert, ein Paradies auf Erden zu errichten.

Viele Antworten gibt es darauf.

Auseinandersetzungen gab es schon sehr früh in der Evolution, gleich schon im allersten Stadium auf zellulärer Ebene, immer musste sich etwas behaupten und entsprechend reagieren.
Emanzipiert hat sich der Mensch von solchem Verhalten nicht, obwohl er als Endpunkt der Lebensentwicklung Milliarden Jahre Zeit dafür hatte.

Dieser Tage wurde in einer ländlichen Gemeinde meiner Heimat eines Greuels an Kriegsgefangenen 1945 gedacht.
Ich wusste davon bis dato nichts, doch immer mehr zeigt sich, daß die Greuel offenbar alltäglich waren.

Die wenigen, die an solche Dinge erinnern wollen, verfolgen das meist gegen grösseren Widerstand. Ohne diese Leute wüssten wir nur wenig.

Lun Tuchnowski: Pi

Auf dem Gelände des Carmen Würth-Museums sties ich auf eine weitere Groß-Plastik, die mich gefangennahm:

Von Lun Tuchnowski :

Die Plastik ist 2,50 m hoch.

HJ Schlichting hatte ja unlängst, am 14.3. einen Beitrag zu Pi gepostet, hier.
Er macht das an diesem speziellen Tag schon länger.

*

Ich mag ja seit jeher konkrete Arbeiten.
Also ging ich um die Arbeit geflissentlich herum und begutachtete sie im Detail:

Zwei Ringe halten einen grösseren Ring.
Der große Ring ist, wie sich zeigt, gar nicht geschlossen.

Die Passgenauigkeit der Teile ist verblüffend.

Natürlich interessiert auch die Patina.

Als Keramiker denkt man natürlich instantan darüber nach, so etwas Ähnliches auch keramisch zu bewerkstelligen, doch Ton lebt und die Technik, da sehr präzise zu arbeiten, kenne ich nicht, wenn auch es manche gibt, die genau das auch versuchen.
Meine einzige “mathematisch-keramische” Arbeit war mal die Kusszahl, die ich in 2 Grössenordnungen versuchte und mit deren Ergebnis ich ganz zufrieden bin.