War ja am 6.5. dort unterwegs, mit karger Ausbeute an Insektenfotos (wie ich berichtet hatte), dafür aber einer Reihe von Innenansichten dieses schönen Städtchens.
Diese Art von Fotos verdanke ich Stefan Hetzel, einem Bloggerkollegen.
Dieser Kleinschmetterling, das Waldrebenfensterfleckchen,
war eines der Fundstücke einer gestrigen Wiesenbetretung.
(Ein Grashalm schob sich dabei etwas über den Schmetterling, aber man kann nicht alles haben)
Bis heute habe ich alles bestimmt, was so auf der gestrigen Wiese für mich auffindbar und besonders schien: Motten, Libellen, Käfer, Läuse, Wespen, Fliegen aller Art, manches noch unbekannt.
Diese Passion macht keinen Sinn, man muss einen Schnitt machen und zumindest nicht jeden Tag fotografieren. Doch im Moment explodiert die Natur und alles scheint sich gleichzeitig zeigen zu wollen. Ein kräftig-lustvolles Gehabe ist das. Imposant, imponierend und sich aufdrückend.
Wieder steht für zwei Wochen Christianes Etüdenaufruf an.
Ich nehme nach längerer Zeit wieder daran teil.
In max 300 Wörtern kann man eine kleine Geschichte, ein Essay, ein Gedicht, ein Was-auch-immer schreiben, die drei vorgegebene Worte enthalten müssen. Myriade gab diese drei vor:
Giraffe mondsüchtig suchen.
*
Horst ist für mich ein Gierschlund! Eine Giraffe mit e dazwischen.
Alles ist ihm zu wenig. Wenn er auf Party A ist, wäre er stattdessen lieber auf B. Oder auf C.
Mondsüchtig scheint er auch zu sein, ich sehe ihn im Geist nachts heulen.
Was sucht er bloss? Es macht keinen Sinn.
Als ich ihn mal darauf ansprach, meinte er, er könne irgendwann nicht mehr in der Lage sein, bestimmte Wünsche zu leben.
“Aber das kommt doch ohnehin gewiss!!”, sagte ich ihm.
“Ja, sicher, aber dann habe ich vieles schon erlebt. Das kann mir dann keiner nehmen!”
“Horst, ich selbst erinnere mich aber an manche Reise nicht mehr oder bringe Dinge durcheinander!”
“Mir passiert das nicht. Ich mache Notizen.”
“Wann machst du denn Notizen?”
“Fragst du mich jetzt aus??! Bleib doch in deinem Einerlei hocken, ich mach mich lieber auf die Socken!”
Sprachs und sass schon in seinem Auto, nach Nirgendwo oder Sonstwo. Ich kenne die Orte eh nicht.