Author: kopfundgestalt

Eine Spitzvase

Diese Arbeit ist aufgebaut.

Sie besteht aus einem Kegel und einer Kugelhäfte, in der der Kegel mit der Spitze nach unten stand.
Den Kegel verband ich dann mit einer “Ton-Haut” mit dem Rand der Halbkugel.

Dazu feuchtete ich den oberen Rand des Kegels und der Kugelhälfte an und legte dann eine Zeitung auf.

So drückt sich die exakte Form durch, die ich dann aus einer großen Fläche flachen Tons ausschnitt und dann so aufbrachte. Dazu sollte der aufzubringende Ton schon etwas fester sein, aber natürlich nicht trocken. “Lederhart” wäre auch schon zuviel.

Als Glasur nach dem 1. Brand wählte ich rot mit einer zweiten Schicht Tiefblau in einem zweiten Glasurbrand.

Und wie lange brauchte ich dazu?

Fast 3 Monate!

WIE, WAS?

Zwischen den Jahren kam ich auf die Idee, ein solches Doppelwandgefäss mit Spitzkegel zu bauen. Mal was Neues – und technisch nicht so einfach.

Nach dem Bau trocknete es vor sich hin. Es muss ja sehr viel Feuchtigkeit raus.
Dann kam ein Urlaub.

Danach wurde es erstmalig gebrannt, keinerlei Vorkommnisse, keine Risse ect.

Irgendwann trug ich eine Glasur auf, ein neues Rot. Und brannte es im Glasurbrand. Dazu musste aber einiges im Ofen sein, damit es sich lohnt.

Das Rot fiel nicht sonderlich gut aus. Zu scheckig.

Irgendwann schnappte ich mir das Teil, stellte es in den Backofen, denn im heißen Zustand lässt sich eine neue Glasur, diesmal eine blaue, auf die alte auftragen.

Und wieder dauerte es einige Zeit. Dann wurde es gebrannt und führte zum obigen Ergebnis.

Das Dahinter der Wirklichkeit

Das besprochene Buch mit meinem Lesezeichen 🙂

*

Gerade habe ich Gerd Gantefoers Buch

“Das rätselhafte Gewebe unserer Wirklichkeit und die Grenzen der Physik”

gelesen.

Gert Gantefoer, ein emeritierter Physikprofessor der Uni Konstanz, wirft in diesem Buch einen Blick auf die etablierte Welt der Physik und zeigt auf, wie die Quantenphysik Fragen aufwirft, die das Zeug haben, unsere Sicht der Welt grundlegend zu verändern.

Gantefoer schafft es trotz der schwierigen Materie verständlich über Physik zu reden, ohne daß man ihm vorwerfen könnte, zu sehr zu vereinfachen. Das ist mir jedes Mal sympathisch gewesen. Man muß nicht heftig ins Detail gehen, um Grundlegendes zu vermitteln. Und dennoch ahnen zu können und zu dürfen, daß das hier Besprochene sehr komplex ist.

Es gibt einige Fragen der Physik, die noch nicht geklärt worden sind:
Wieso gibt es genau 4 grundlegende Kräfte?
Wieso sind die Naturkonstanten so fein abgestimmt ( daß mit ihnen Leben möglich ist).
Was ist dunkle Energie?
Was hat den Urknall bewirkt?

Und so weiter und so fort.

Bei allen Fragen gibt es mögliche Antworten, aber keine Möglichkeiten, diese experimentell zu bestätigen, bestenfalls etwas Hoffnung darauf. Und auf experimentellen Nachweis kommt es in der Physik an.

Bestimmte Quantenphänomene legen den Schluß nahe, daß das Gewebe der Wirklichkeit aus Information besteht. Gantefoer erklärt, wer auf diese Idee kam, welche Experimente darauf hinweisen. So wie ich Gantefoer verstand, vermutet er eine höherdimensionale Wirklichkeit hinter “unserer Wirklichkeit”, also etwas, das unsere 4 Dimensionen (Raum und Zeit) übersteigt. Er vergleicht unsere Lage mit einem Wesen, das rein zweidimensional zuhause ist und den Raum mit seinen drei Dimensionen nicht verstehen kann.

Für mich ein sehr spannendes und gutes Buch! Es zeigt für mich auch auf, wie raffiniert die Physik und ihre Methoden sind, um der Wirklichkeit ein weiteres Stück näher zu kommen.

Tagesgedanken IX

Eine Frau unterhält sich mit einer anderen draussen vor einem Café.

Besser: Sie erzählt ohne Punkt und Komma. Die andere hört zu.

Jeder etwa 5. Satz der Rednerin enthält “Hab ich gsagt”.

Weil sich das immer wiederholt, denke ich mir:
Wieso das nicht einfach auslassen?! Wäre da etwas verloren?!

Oder zumindest “Hab ich gsagt” mit “Hig” abkürzen?

Auf die Idee kamen beide nicht. Es geht endlos weiter mit der Tiriade, trotz Kaffee und Kuchen.
Der Kaffee ist mittlerweile kalt.


Eine liebevoll zusammengestellte Übersicht

Am Eingang zum Schmetterlingshaus des Palmengartens Frankfurt stand eine Schautafel mit 100 gedruckten Insektenarten.

Einige der gedruckten Insekten kannte ich, nicht verwunderlich, da mir ja Insektenfotografie unverzichtbar ist. 🙂

Die Nr. unter dem Insekt verwies auf eine Übersicht auf der Tafel daneben, in der man den Namen des Tierchens erfahren konnte.

Dieses da kannte ich nur vom Sehen, aber nicht vom Namen her.

*

Im Schmetterlingshaus selber war natürlich mehr los als vor der Tafel. Mich zog es ja auch bald dort hin.

Ein gemeiner blauer Morpho nahm Platz auf Kinderhänden. Die Innenseite ist gewöhnlich nur im Flug sichtbar.

Kleine Auflösung:

Nr. 8 ist eine Blauflügelige Ödlandschrecke

Nr. 94 gehört zur Klasse der Rüsselkäfer.