46 thoughts on “Den Himmel einfangen

    1. Ihr Gedicht hat mich durch seine Offenheit und die reduzierte Bildsprache angesprochen. Das „Ton in Ton fließende Blau“ lässt Himmel, Ozean und Gefäß ineinander übergehen und eröffnet einen Raum zwischen Naturerfahrung, spiritueller Vorstellung und innerer Wahrnehmung. Besonders die Schlussfrage wirkt für mich nicht nur räumlich, sondern auch existenziell: Worin sind wir aufgehoben – im Unendlichen, in der Welt oder in uns selbst? Die Zeilen laden zum Nachdenken ein und entfalten gerade durch ihre Zurückhaltung eine stille, eindringliche Wirkung. Vielen Dank für diesen poetischen Impuls.

      Liked by 1 person

      1. Gerne. Und vielen Dank für das recht ausführliche Lob. Manchmal merken wir eben, dass wir in Wirklichkeit ein kleines, verdichtetes Nichts sind, das im Nichts schwebt und sich häufig wer weiß was drauf einbildet (das geht mir nicht anders).

        Liked by 1 person

        1. Vielen Dank für diese nachdenkliche und zugleich bescheidene Reflexion. Ihr Hinweis auf die menschliche Neigung zur Selbstüberschätzung erinnert an eine Einsicht, die sich in vielen philosophischen, religiösen und kulturellen Traditionen findet: das Bewusstsein für die eigene Begrenztheit kann Demut, Mitgefühl und Erkenntnis fördern. Zugleich zeigt die Geschichte, dass selbst das „kleine, verdichtete Nichts“ Mensch durch Kunst, Kultur, Glauben und gegenseitige Verantwortung Bedeutendes schaffen kann. Gerade diese Verbindung von Bescheidenheit und menschlicher Würde macht Ihren Gedanken für mich besonders wertvoll. Vielen Dank für das Teilen dieser Perspektive.

          Liked by 1 person

          1. Viele Menschen haben in der Kunst sehr Bedeutsames geschaffen, so als seinen sie nicht von dieser Welt. Gäbe es diese Menschen nicht, wüsste man fast nichts von der Grösse, zu er ein Mensch in der Lage sein kann.

            Like

            1. Ihr Gedanke berührt einen wesentlichen Aspekt der Kulturgeschichte: Oft sind es Künstlerinnen und Künstler, Dichter, Komponisten oder Visionäre, die uns zeigen, welche schöpferische Größe und geistige Tiefe im Menschen angelegt sind. Zugleich erinnert Ihr Beitrag daran, dass solche Werke nicht „übermenschlich“, sondern aus menschlicher Erfahrung, Zweifel, Freude und Leid hervorgehen. Gerade darin liegt ihre Bedeutung: Sie machen sichtbar, wozu Menschen fähig sind, und bewahren diese Erfahrungen über Generationen hinweg. Ein nachdenklicher und wertvoller Impuls, der Bewunderung mit einer kritischen Betrachtung menschlicher Möglichkeiten verbindet. Vielen Dank dafür.

              Liked by 1 person

          2. Da kann ich fast nur sagen: Herzlich willkommen. Da ich eben sah, dass Sie sich auf meiner Seite eingefunden haben und die Gesellschaft der Unzähligen, ich glaube, man nennt das Follower und im Moment sind es insgesamt laut WordPress 47, gefunden haben.
            Stimmt schon, etwas ist nicht nichts und umgekehrt. Aber das ist ein sehr theoretisches Bild angesichts eines fast, aber eben nicht ganz leeren Tellers.

            Liked by 1 person

            1. Dass deine Seite nur 47 Follower hat, ich einer von ihnen, hat seine Gründe und zwar gute Gründe. Sei froh, dass du nicht 470 folloŵer hast wie ich oder sogar weit über 1000, wie einzelne. Aber deren Seiten zeige ich dir nicht, denn ob du da ein Tröpfchen hinzu tust oder nicht, macht kaum einen Unterschied .

              Like

              1. Ich habe nicht die Ehre, meine Follower ausgewählt zu haben. Aber ich glaube, dass ich (fast) alle wirklich wertzuschätzen habe, nicht nur in dem, was sie mir zeigen – Kommentare, eigene Beiträge -, sondern auch in den Umgangsformen. Also bin ich auch nicht unzufrieden damit! Und setze weiter diese und die Fähigkeit zu lesen voraus. Mit diesen Eigenschaften ausgestattet ist mir jeder Neuzugang willkommen.
                Und manche, da darf ich Dich darunter zählen, sind mir besonders wert.

                Liked by 1 person

                1. Schlechte Umgangsformen, die könntest Du ja wegknpisen.
                  “Zu lesen” ist ähnlich schwierig wie das Zuhören.

                  Petra, ich habe ja auch in meiner kürzlichen 7-Monate-Pause auch immer wieder mal bei Dir gelesen – aus nachvollziehbarem Grunde 🙂

                  Like

            2. Liebe Gerlint Petra Zamonesh,
              Ihr Text verbindet auf feinsinnige Weise Philosophie und Alltag. Besonders das Bild des „fast, aber eben nicht ganz leeren Tellers“ macht deutlich, wie viel Bedeutung in den kleinen Unterschieden zwischen Nichts und Etwas liegen kann. Auch Ihre selbstironische Betrachtung der digitalen „Gesellschaft der Unzähligen“ wirkt sympathisch und menschlich. Vielen Dank für diese nachdenkliche Einladung, über Wert, Wahrnehmung und Gemeinschaft nachzudenken.

              Liked by 1 person

              1. Lieber Hans, Selbstironie ist ihr Markenzeichen. Auch steckt sie Tadel weg, wie ich feststellen konnte.
                Der Wechsel zwischen feinen und derben Tönen, gekonnt dabei und nie impulsiv, auch.

                Like

                1. Lieber kopfundgestalt, danke für Ihre interessante Charakterisierung. Aus einigen Äußerungen und öffentlichen Auftritten lässt sich tatsächlich ein Sinn für Selbstironie erkennen. Dennoch erscheint es mir schwierig, aus einzelnen Beobachtungen weitreichende Schlüsse über Persönlichkeitseigenschaften zu ziehen. Menschen zeigen je nach Situation unterschiedliche Facetten. Gerade aus historischer, psychologischer und kultureller Sicht lohnt sich daher eine gewisse Zurückhaltung bei persönlichen Zuschreibungen. Ihre Beobachtung regt jedoch dazu an, über die feinen Unterschiede zwischen Selbstironie, Gelassenheit und bewusster Selbstdarstellung nachzudenken.

                  Liked by 1 person

                2. Letztendlich sehe ich ja nur Ausschnitte und ich berichtete im Grunde über das Bild von ihr bei mir. Kann sein, daß sich solch ein Bild ändern würde, bei anderer Gelegenheit..

                  Like

                3. Lieber kopfundgestalt,

                  gerade diese Einschränkung macht Ihre Beobachtung für mich nachvollziehbar. Wir alle begegnen letztlich nur Ausschnitten eines Menschen und bilden daraus vorläufige Eindrücke. Dass Sie Ihr Bild ausdrücklich als persönliches Bild beschreiben und die Möglichkeit seiner Veränderung offenlassen, empfinde ich als eine intellektuell redliche Haltung. Vielleicht liegt darin sogar eine Form von Respekt: Menschen nicht auf eine einzelne Wahrnehmung festzulegen, sondern ihnen die Freiheit zuzugestehen, in anderem Licht auch anders zu erscheinen.

                  Liked by 1 person

        2. Kürzlich sprach eine Sängerin von Sarah Vaughan und dass diese immer bescheiden gewesen sei und sich nichts auf ihre Gesangeskunst einbildete.
          Das kann natürlich NICHT sein.

          Like

          1. Vielen Dank für Ihren anregenden Beitrag. Die Aussage, Sarah Vaughan könne sich „nichts auf ihre Gesangskunst eingebildet haben“, erscheint mir jedoch differenzierungsbedürftig. Historische Quellen und Berichte von Weggefährten zeichnen sie als selbstbewusste, hochprofessionelle Künstlerin, die ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten kannte. Zugleich wird sie oft als respektvoll, diszipliniert und nicht überheblich beschrieben. Bescheidenheit und das Bewusstsein eigener Exzellenz schließen sich nicht aus. Gerade bei bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern lohnt es sich, zwischen gesundem Selbstvertrauen, künstlerischem Stolz und Arroganz zu unterscheiden. Sarah Vaughans Vermächtnis zeigt, dass große Kunst häufig mit beidem einhergeht: dem Wissen um das eigene Können und der Achtung vor der Kunst selbst. 🎶

            Liked by 1 person

              1. Da stimme ich Ihnen zu. Die Achtung vor der Kunst selbst scheint bei Sarah Vaughan tatsächlich gut belegt zu sein. Gerade deshalb beeindruckt mich, wie selbstverständlich sie höchste künstlerische Qualität mit Professionalität und kontinuierlicher Weiterentwicklung verband. Für mich zeigt sich darin eine Haltung, die weder auf Überheblichkeit noch auf falscher Bescheidenheit beruht, sondern auf Hingabe an die Musik und Respekt vor dem eigenen Handwerk.

                Liked by 1 person

Leave a comment