Month: January 2023

Schichtung

Schichttürme aus Ton zu gestalten, macht mir Spaß.
Oben sind es nur 5 Schichten.

Ein etwas grösseres Objekt fertigte ich hier:

Das sind 26 Schichten, die mit Eigenton “verklebt” sind. Eine Endlos-Pirouette, könnte man sagen.

Der Haken beim Häkeln

Dies ist ein Artikel zu Christianes zweiter Schreib-Einladung.
Drei Worte müssen verwendet werden.

Drache
edel
häkeln

Ich erinnere mich an einen oliven Pullover, den ich vor über 30 Jahren mal reduziert in einem guten Geschäft gekauft hatte.
Er war sicher wohl nicht gehäkelt, sondern gestrickt. Schwer war er er und fiel immer wunderbar in Form, wenn ich ihn in den Händen hielt. So richtig edel.
Ich habe den Pullover immer noch. Wegen der Schwere, die ich nicht mehr so schätze, ziehe ich ihn nicht mehr an. So ist es mit fast all meinen Pullovern.

Damals, als ich dieses olive Teil gekauft hatte, war ich überglücklich. Monate später entdeckte ich einen Webfehler am Rücken, der mir beim Anprobieren nicht aufgefallen war. Ich spie fast wie ein Drache, aber ich liebte das Teil so sehr, daß ich das Loch mit etwas Garn gut kaschieren konnte.
Ich weiß dieses gute Stück in meinem Schrank wie einen Schatz. Dieses edle Fliessen der Wolle, dieses sanfte gut passliche Liegen des Stücks, das ist per se ein Augenschmaus.
Einer meiner ersten guten Einkäufe, auch wenn es einen Fehler hatte.

Hab Spaß!

Dieser Tage sah ich eine sechsteilige Doku über die Entwicklung von Techno und House in Deutschland.

Das Gezeigte sagte mir sehr zu, es spannte den Bogen von Detroit-Techno über Frankfurt Ende der 80er, Berlin, Sachsen und schliesslich Open-Airs.

Ich dachte an Zeiten zurück, in denen ich auch in Clubs unterwegs war. Das war immer wieder mal sporadisch der Fall.

Mit einem Freund verband ich Ende der 80er bis Frühling 1990 ein halbes Dutzend Mal Kinogehen mit anschliessendem Verweilen in einem Club.

Das war damals der “Zauberberg”. Da wurde noch kein Techno gespielt, vermutlich eher Soul und Funk.

Das hörte auf, als mein Freund eine Frau kennengelernt hatte.

Um einiges später war ich ab und an mit Schachfreunden im “Airport” oder anderen Diskotheken.

Wieder verging einige Zeit. Ich war dann wieder im “Zauberberg”, einige Zeit jeden Samstag. Da wurde alles gespielt, aber Technostücke waren mein Highlight. Die kamen immer zu recht später Stunde
Da war ich zum Schluß in meinem 52/53. Lebensjahr.
Wie oft war ich total verschwitzt, als ich um etwa 2 Uhr nachhause fuhr, glücklich und dabei den Alltag vergessen habend. Ich fand das cool, auch heute noch würde ich das so finden.

Elektronische Musik hörte ich ausgiebig und intensiv zuhause von etwa 2005 bis vielleicht 2020. Jede Menge “Forschung” steckte ich da rein.

Es gibt in der Jetztzeit einige Künstler, die in anspruchsvollerem Nu-Jazz , Crossover als auch in Techno unterwegs sind. Manche spielen/spielten sogar Klassik ein. Da gibt es manchmal keine Berührungsängste.

Der “Technozug” ist gewissermassen auch im 5. Jahrzehnt in der BRD unterwegs. Er hat einen angestammten Platz in der Musikszene.

Strassengeflecht

Ein Netz von Strassen, dicht auf dicht aufeinander- und übereinanderfolgend.

Wie ein Dom aus Highways.

Für was diese Zeichnung sonst stehen kann?

Mir fällt als Zweites neben den amerikanischen Highways das Geflecht der Neuronen im menschlichen Kopf ein. Die Anzahl der Neuronen soll bei 80 – 96 Milliarden liegen. Damit sind die Anzahl Verbindungen zwischen ihnen nochmal drastisch höher.

Zum dritten kann dieses Geflecht den Aufbau unseres Wissens symbolisieren. Die Basis des Wissens wurde vor langer Zeit in den breiten Strassen verewigt. Von diesen geht es immer mehr hinunter in ein Dickicht an Einzeldisziplinen und Untersuchungsgegenständen.
Ein Ende der Komplexität scheint nicht absehbar. Das Wissen wurde fester verzahnt, ist vielfach geprüft, aber es warten sehr viele Fragen weiter auf Lösungen.

Vielleicht gibt es zu der Zeichnung noch weitere Assoziationen?