In Zeiten der Flugscham

Quelle: Pixabay,, bearbeitet von Christiane

Im Jahr 2020 geht es dank Christiane mit den Etüden weiter.
Die Wortspende stammt diesmal von Corlys Lesewelt.
Ich beteilige mich gerne an dem Projekt, nun schon in der 5. Etüden-Ausgabe des Jahres.

*

Der Sonnenuntergang auf den Kanaren ist meist pittoresk, wegen des häufigen Windes und der Wolken.

Im Winter ist es dort zudem tagsüber warm.
Nur fliegen muß man dorthin, was angesichts der Klimakrise immer schwerer fallen mag.

Da es aber viele Leute gibt, die wegen des grauen, nasskalten Winterwetters in Deutschland leiden und dennoch gerne verreisen würden, hatte Tresen- Hans gestern eine zündende Idee:

“Wir sollten unterirdisch ein zweites Kanarien bauen, mit allem was dazugehört.
Die Wärme kommt aus der Erde. Sonne und Meer spiegeln wir geschickt vor, ähnlich wie in Las Vegas, du weisst schon, das grosse Hotel!”

“Aber die Leute merken doch, daß sie nicht auf den Kanaren sind”, sage ich!

“Ach was! Wir garantieren dort unten stabile Temperaturen, keinerlei Wind und das Meer ist picobello sauber. Keine Störungen mehr durch Kreuzfahrtschiffe, die reinste O a s e !
Ein Problem wären nur die immensen Erdbewegungen, aber das könnten wir hinkriegen. Ein paar Löcher mehr oder weniger in der Erdkruste, was macht das schon?”

Mensch, hat der Hans Ideen! Nur schade, daß er die nächsten Tage nicht mehr davon weiß.

27 thoughts on “In Zeiten der Flugscham

  1. *lach*
    Ein Pfiffikus, der Tresen-Hans. Vielleicht sollte er sich ein Diktiergerät an den Kragen heften, wenn er in die Kneipe geht. Mag ja sein, dass die eine oder andere ersoffene Idee mal doch ganz nützlich ist 🙂

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  2. Genau, wenn wir von dieser Welt nicht wegkönnen, gehen wir unter die Erde und machen da auch noch alles kaputt 😉
    Perfekte Stammtischgeschichte. Gefällt mir. Aufgeben gilt nicht 😁👍
    Liebe Grüße
    Christiane 😁☕🥐👍🌞

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    1. Oh, hatte deine Response erst jetzt entdeckt, Christiane.

      Ich hatte mal über einen Film “Earth” berichtet:
      “Im San Fernando Valley wird ein Berg abgetragen, um auf 2000 ha Siedlungsraum zu schaffen”.
      Solche Großprojekte gibt es mehr als man glaubt. Das hat mich AUCH inspiriert zu diesem Schalk von mir jetzt.

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  3. Schön ironisch, zumal der Betrieb unter der Erde ziemlich energieaufwendig sein dürfte. Da ist Fliegen vielleicht doch die ökologisch vernünftigere Lösung?
    Wie mir sowieso vorkommt, dass viele den Teufel mit Beelzebub austreiben wollen. ZB BM-Benziner durch Tezla-E-Autos.

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    1. Ja, Gerda, ich hatte das auch eingeflickt, weil es Grossbauprojekte gibt, in denen Erze viel tiefer , gründlicher und schneller erbeutet werden oder viele Quadratkilometer in den USA plan gemacht werden, um eine Stadt drauf zu bauen.

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