Shadow of the night

S1

Diese etruskische Skulptur, in Voltera zu besichtigen, ist hellenisch beeinflusst und etwa 300 BC entstanden.
Obwohl sie an Giacometti gemahnt, ist sie aus eher profanen Gründen entstanden.

Auf  Kundenwunsch eine gelängte Figur, um landwirtschaftliche Fruchtbarkeit zu beschwören. Es ging um Weizen. Man brachte sie in den Boden ein.

14 thoughts on “Shadow of the night

    1. Weißt Du: Früher habe ich mir so etwas angeschaut, ohne zu wissen was es ist. Jetzt möchte ich aber Näheres wisssen. Deshalb habe ich nach Informationen gesucht.
      Solche Formen gibt es zuhauf im Museum von Voltera. Ich habe noch weitere Fotos.

      Den für uns “heiligen” Gehalt der Skulptur wollte ich nicht schmälern. Aber es schadet ja nichts, sich zu überlegen, was man damals gedacht und empfunden hat.

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      1. Wobei ich gerade bei dem Thema “was man damals gedacht und empfunden hat” immer sehr skeptisch bin, interpretiert wird immer vom Hier und Jetzt aus und auch die moralischen Vorstellungen und andere Konventionen, Religionen der jeweiligen Zeit spielen eine Rolle, so habe ich z.B. die Erfahrung gemacht, dass sich patriarchale Geschichtsschreibung sehr von matriarchaler unterscheidet (wenn es um die ganz alte Zeit geht) und ich lausche dann beiden und schaue und spüre selbst, aber ich kann einfach nicht sagen: so ist es gewesen. Ja, das ist meins und anderen geht es anders …
        Wenn du magst, dann zeig doch einmal mehr Abbildungen, diese hier fand ich auf alle Fälle sehr faszinierend…
        herzliche Abendgrüße, Ulli

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        1. Wer kann schon sicher sagen, wie es gewesen ist? Andere Regionen und andere Zeiten kann man ohnehin schwer verstehen.
          (Es gab unlängst ein feines Buch von Georg Northoff zu der Weise, wie Chinesen ihre Umwelt im Gegensatz zu uns Westeuropäern wahr nehmen).
          Man kann versuchen, den Schleier des Vergangenen etwas zu heben, man muß es eigentlich.
          Ohne aber dabei exakt zu wissen, wie man damals fühlte und dachte.
          “Walk a mile in my shoes”.

          Ich kann ja noch zwei Fotos dazu zeigen. 🙂

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  1. Lieber Gerhard, es enttäuscht mich ein bisschen, dass du dich an der Entmytholisierung dieser wunderbaren Figur beteiligst. Was für ein moderner “aufgeklärter” Blödsinn, dieser Ausdruck “Kundenwunsch”! Hellenistisch war sie vielleicht nicht beeinflusst, sondern eher hellenisch (griechisch), wenn überhaupt. Jedenfalls ist sie sehr eindrucksvoll.

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    1. Ich schrieb lediglich, was man dazu gemutmasst hat.
      Hellenisch ändere ich gleich 🙂
      Kundenwunsch deswegen, weil die Bildhauer durchaus realistische Kunst konnten.
      Wieso haust Du mir anscheinend immer gerne einen rein?! Bin verdutzt 🙂

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      1. Lieber Gerhard, ich bin jetzt erst hier gelandet, nachdem du etwas von “verzweifelter Gegenwehr” im Kommi bei mir schriebst – allerdings mit einem lachenden imogi. Also brauche ich es hoffentlich nicht ernst zu nehmen. Wenn ich kommentiere, sage ich das, was ich grad empfinde und denke, es sind meine Meinungen und Anschauungen, die sich sehr von denen anderer unterscheiden können. Aber sie sind nie feindselig gemeint. In der Sache bin ich ganz der Meinung von Ulli, der du ja ebenfalls zustimmst: Man kann nicht wissen, wie die Menschen damals gedacht haben. Wobei ich gar nicht ausschließe, dass du recht hast: es ist durchaus möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass die Bauern solche Figuren bestellten, um damit ihren Acker fruchtbar zu machen. Dennoch gefällt mir auch sehr Ullis Kommentar, dass der Weizen hier Seelengestalt bekommen hat – und das ist eben doch eine andere Herangehensweise als “Kundenwunsch”. Beste Grüße zur Nacht!

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        1. Kundenwunsch war ein Ausdruck vor Ort, im Museum.
          Ich bin kein Historiker, obwohl ich Historisches interessant finde.

          In der Tat schlief ich sehr schlecht bis gar nicht nach Deiner Kritik, nenne mich Mimose, das darf sein.
          ICH bin ein Mann der Wissenschaft und der Seele, ganz verkürzt gesagt, und weigere mich, einer Seite davon ganz meine Aufmerksamkeit zu schenken.
          Daher mein Blogname auch.

          Im Zuge der Diskussion, daß der Weizen Seelengestalt bekam: Sicher, das IST spürbar. Aber es gibt auch eine profane Seite des Ganzen.

          Was ist daran verkehrt?

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          1. nichts ist daran verkehrt, meine ich. Tut mir leid, wenn ich dir eine schlaflose Nacht beschert habe. Nimm doch nicht so wichtig, was andere sagen – außer natürlich, es ist für dich wichtig. Was genau war es denn, was dich so beschäftigt hat? Mein Ton, oder der Inhalt?

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              1. Lieber Gerhard, danke, dass du auf meine Wertschätzung wert legst! Und natürlich bist du nicht “herausgefallen”. Ach, diese Sprache: fallen, gefallen, herausfallen….
                Ich habe bei deinem früheren Eintrag kommentiert. Wünsche eine schöne Woche! Gerda

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