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Im Lauf der Zeit

Christianes neuer Etüdenaufruf verlockt mich wieder.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Regentonne
sensibel
schwanken.
enthalten.

Ein wehmütiges Thema habe ich heute.

*

Einige Bekannte und Freunde von mir sind aus freien Stücken gegangen.
Das hat – zuletzt – vermehrt Eingang in meine Gedanken gefunden. Vielleicht bin ich alt.

Da war der einstige Klassenkamerad, dem ich mal unversehens von Terasse zu Terasse zuwinkte, über eine Strecke von vielleicht 300 m. Reinster Zufall und Magie war das damals!
Ich hörte Jahre später, daß er nicht mehr unter uns weilte.

Er war nur einer in einer Reihe.

Eine Frau (die sich aktuell in bester Gesundheit befindet), erzählte mir einst von einem Weg. Den sei sie des öfteren gegangen, wenn es zuhause schwer wurde. Diese Praxis half ihr offenbar, ihre sonst wohl eine Regentonne füllenden Tränen loszuwerden.

Sind es sensible Menschen, die die Leine ziehen oder schlicht Leute, die unvermittelt einer ganzen Reihe von praktischen Problemen gegenüber stehen?

Beim Gedanken an diese Bekannten schwanke ich manchmal fast. Ich kann das Ganze kaum fassen.



Mein letztes Doppelwandgefäss

Doppelwandgefässe habe ich schon einige konstruiert in meiner jungen/alten Keramikkarriere. Die folgende Form hatte ich vor 2 Monaten zeichnerisch vorbereitet gehabt, um mir sicherer zu sein, daß die Idee zu einer sinnvollen Variante führt.

Das Objekt ist 35 cm im Durchmesse, die Innenschale 15 cm.
Die Glasur wurde ausgegossen und durch Schwenken des Gefässes verteilt. Übergelaufenes mit dem Schwamm entfernt.

Ich habe Ideen in peto, dieses Prinzip nochmal weiterzuführen. Dann muss ich mich wieder etwas in die Werkstatt vergraben.

Wo der Sommer zuhaus’ ist!

Noch ist nicht Schicht im Schacht, noch gibt es sommerliche Temperaturen.

So am Samstag, ach in Sommerhausen!

Sommerhausen ist eine Künstlergemeinde. Da hat Veit Relin, der Zeichner, Schauspieler und Produzent einst das Torturmtheater gegründet.

Im September gibt es einen guten Keramikmarkt, an dem wir auch teilnehmen.. 28 Aussteller sind es diesmal , die ihre Produkte einem fachkundigen Publikum präsentieren.

Wir hatten einen Stand am Hauptplatz, dem “Plan”.

Hier ein Teil unseres Standes.

Eine schöne Begegnung hatten wir mit fünf Schwedinnen. Sie kennen sich seit über 50 Jahren und machen hier im Fränkischen immer Urlaub.

Wunderbar leicht und frohgestimmt, diese Frauen!

Am Samstag war viel “Auftrieb’, eine Menge an interessanten Menschen!

Witzig war, dass ich einer Koryphäe der Uni etwas über Theoretisches aus der Biologie erzählte , er aber nicht durchblicken ließ, dass er vom Fach war und zudem Beiträge zur Photosynthese veröffentlicht hatte . Das erfuhr ich erst später, da ich den Namen seiner Frau kannte. Zuhause recherchierte ich dann ein wenig.

Dasselbe ist mir mal in Istanbul passiert, als ich jemand etwas über Musik erzählte, der, mir nicht bekannt, ein bedeutender Jazzmusiker in istanbul war.😀

Jedenfalls waren die acht Stunden vor Ort ein so dichtes Erleben wie selten!