Die Rüben-Bergbau-Fliege – Pegomya betae – auf Efeu
Wie groß ist sie denn eigentlich?
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Zwei, die sich mögen
Vor Jahrzehnten, in einer Kneipe. Zwei Alte, die miteinander spielen. Der eine versieht sein Gegenüber ständig mit Schimpfworten, in ruhigem Ton allerdings. Dem Angesprochenen scheint das völlig egal. Er ist still. Er will einfach nur sitzen… sitzen! Sitzen, einen Kaffee vor sich stehen haben und spielen. Sonst… nichts!
Tage drauf dasselbe.
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Musike
In den letzten Wochen habe ich intensiv nach Musik geforscht. Viele mir bekannte Produzenten des elektronischen Spektrums gaben in diesem Jahr Longplayer heraus, was mich überrascht hat. Eine junge Frau, Kara-Lis Coverdale, die ich schon mal im Fokus hatte, hat es mir erneut angetan.
Bei HJ Schlichting fragte Christa Hartwig, was ein Kind wohl auf die Frage antworten würde, wohin das Licht sei, wenn die Nachttischlampe aus sei. Was könnte ein Kind wohl als Antwort geben?
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Treffen im Park
Mein Cousin lernte ein Frau beim Hundeausführen im Park kennen. Sie wurde seine Frau. “Ich bin nicht gerne allein”. Ein amerikanischer Freund sagte das auch. “Ich brauche Frauen!”. Nicht so sehr wegen dem Einen. Mit Männern konnte er kaum. Da gab es keine Freundschaften. Freund konnte ihm nur eine Frau sein.
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Frustrationstoleranz?! Früher bescheinigte mir mal jemand eine solche! Jetzt als Rentner scheint sie mir abhanden gekommen sein. Was früher mein Metier war, Dinge auseinander zu klauben, erweist sich heute als nervig bis geisttötend. Ich schreie dann oft innerlich vor Schmerzen auf.
Farbentreue
Sagte ich Farbentreue oder Farbenreue? Als Rotgrünschwacher bürstete ich mich früher innerlich, weil ich angeblich Blautöne dafür breiter wahrnehmen würde. Aber ob das stimmt? Viel besser wäre doch, es schlicht hinzunehmen, dass da ein kleines Defizit im Augenstübchen sitzt. Und da man ja eh als älter werdendes Wesen Dinge zu verlieren beginnt, wäre das das kleinere Übel.
Schon oft hatte ich ein Buch in der Hand und davon gibt es jedes Jahr neue, die die Vorzüge des Alters aufzeigen. Nie glaubte ich an so etwas, obwohl vieles darin stimmig war.
Eine gestrige Zeichnung wie in alten Tagen…Ein schrühgebranntes Stück aus dem Frühjahr, irgendwo im Lager entdeckt
Mein letzter Post ging um die Spannbreite meiner kreativen Tätigkeiten zur Zeit. Diese obige Arbeit in Ton hatte ich wohl im Frühjahr angefertigt, danach nichts mehr. Mit der Glasur TAIGA glasierte ich gestern diese Arbeit. Es war schön, wieder an einer Plastik zu arbeiten.
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Als junger Mensch liebte ich das Joggen. “Das ist Gold!” sagte ich zu mir, jeden federnden Schritt geniessend. “Das kann mir keiner nehmen!!”. Doch! Es konnte genommen werden. Nur wusste ich das damals noch nicht. Der Verlust lag um die Ecke.
Die verlorene Jugend, das verlorene Leben: Mein Vater war ein grosser Läufer, qualifizierte sich für die Studentenolympiade in 10000 m. Diese wurde dann aber nicht mehr ausgetragen, weil der Krieg begonnen hatte. Da ging es ums nackte Überleben, nicht mehr um olympische Ehren. Auch bei mir ging es ums nackte Überleben, als ich vier war. Eine ominöse Krankheit, gegen die es zuletzt dann doch ein amerikanisches Medikament gab. Meine Mutter hatte schon ihr 1. Kind verloren und ich denke, diese Zeit war der reinste Horror für sie gewesen. Vielleicht sollte man an solche Zeitenläufte gerade jetzt zurückdenken.