Scepticism

Dies ist ein sehr kleiner Teil meiner Köpfchen, die ich 2019 und 2020 geschaffen hatte.

Sie waren meist Endpunkt einer Session, in der ich grössere formale Stücke formte, wie etwa meine Doppelwandgefässe.

Ich hatte da am Schluss immer noch Reste, die ich nutzte, um eher – zufällige und expressive- Köpfe zu bauen. Schnell und entschlossen, unter Zuhilfenahme des Zufalls.

Die Formung dieser Köpfchen ist eine endlose Geschichte – auch der 1000te Kopf wird individuell sein.

Draussen im Regen

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Goldwespe trotz leichtem Regen am Tun (03.08.2021)

Am Rainfarn.
Wozu habe ich das Unkraut im Garten? Genau, um die Vielfalt an Insekten, die ihn besuchen, würdigen zu können.
Deshalb holte ich es einfach rein.

Nun könnte man sagen: Wespe: Na und? Goldwespe: Na und?

Für mich ist aber dieses quecksilbrige Tierchen mit dem Öl-Schillern auf narbiger Oberfläche ganz besonders.

Ich lade es ein, wiederzukommen.

Verletzungen

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Dieser Segelfalter, sonst kaum an meinem Sommerflieder zu finden, hat offensichtlich eine Verletzung.

Wie kommt er damit zurecht?
Für den “Knoten” aus Neuronen in seinem Kopf kein Problem, er integriert bestimmt den Schaden in seine “Körperschau” und passt die Flugleistungen so an, daß gutes Leben weiter möglich ist.

Für uns Menschen ist das aber im Gegensatz zum Falter nicht ohne Weiteres möglich.

Manche Verletzungen heilen nie, sie führen sogar ein “dynamisches” Eigenleben, das es fast unmöglich macht, ihnen zu entrinnen.

Ich war immer daran interessiert, was heilen kann.

Beeindruckt hatte mich da einst ein Bändchen über therapeutische Interventionen durch Menschen, denen man zufällig begegnet und die im Moment spüren, was es bedarf – und die eine Geste zeigen, den einen Satz sagen.

Andererseits beeindruckten mich Menschen, denen viel Leid angetan wurde und die es schafften, sozusagen wie mit einem Kippschalter, das Geschehnis loszulassen und ein Leben weiter zu führen/weiterführen zu können, an dem der Auslöser kaum mehr Anteil hat.
Diesen Kippschalter kann man nicht bewusst drücken. Meist springt er einfach um, wenn der Mensch so weit ist – oder er bleibt eben in der Ausgangsposition.

Von all dem ist der Falter oben nicht berührt.

Angstphasen / phases of fear

Wespenich

Eine Feldwespe, ziemlich harmlos… A field wasp, pretty harmless …

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English below

Eine kleine persönliche Geschichte:

Ein Jahr später als üblich wechselte ich von der Volksschule aufs Gymnasium.
Man riet damals meinen Eltern, daß ich, so nervös wie ich nun mal war, noch ein Jahr warten solle, bevor ich auf die neue Schule ginge.

In diese Zeit fiel wohl eine Erzählung Vaters am Küchentisch: Der vier Jahre ältere Nachbarjunge hatte versehentlich beim Trinken eine Wespe verschluckt und diese hatte ihn in den hinteren Rachenraum gestochen. Das war sehr gefährlich gewesen.
Oh wie eindrücklich !

Ich entwickelte daraufhin eine Angstneurose. So wie zuvor bei der Kubakrise 1962, als mir ein Bauer auf dem Feld Angst gemacht hatte: “Die Russen kommen!!“, so entwickelte sich da etwas, das ich bald nicht mehr kontrollieren konnte. Bald war die Angst so groß, das sie mich wirklich nachdrücklich behinderte.

Eine Handvoll Sommer hatte ich Angst, daß mich ebenso eine Wespe in den Hals stechen könnte wie den Nachbarjungen, durch Unachtsamkeit, sogar durchs versehentliches Einatmen (!) ect. Das war völlig paranoid. Manchmal meinte ich sogar, kaum mehr Luft zu bekommen, ein Kratzen im Hals trug zur Angst bei.

Mein 1. Jahr auf dem Gymnasium verlief daher sehr schlecht.

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Diese ganz spezielle Angst verging erst nach 4 Sommern!
Versiegte sozusagen und kehrte nicht mehr wieder.

Meine bisher hier zahlreich gezeigten Fotos zu Insekten haben im übrigen NICHT mit dieser frühen Störung zu tun und sind auch keine Bewältigung. 

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A little personal story:

A year later than usual, I moved from elementary school to high school.
The main teacher advised that I, as nervous as I was, should wait another year before going to the new school.

At this time, my father told us the following: the four-year-older neighbor’s boy had inadvertently swallowed a wasp while drinking and this had stung him in the back of the throat. That had been very dangerous.
I was impressed!

I then developed a fear neurosis. As was the case with the Cuban Crisis of 1962, when a farmer on the field scared me: “The Russians are coming!”, Something developed that I could not control. Soon it was so big that it hindered me emphatically.

A handful of summers I was afraid that a wasp could also sting in my throat, by carelessness, even by accidental inhalation (!) Ect. That was completely paranoid. At times, I even thought I could barely breathe, a scratch in my throat added to the anxiety.

My first year at the high school was therefore very bad.

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This very special fear passed after 4 summers!
And did not return.

Incidentally, my photos of insects, which have so far been shown here, are NOT in any way related to this earlier disturbance.