Manche Kleinstädte verfügen neuerdings … über große Kunst!
Meist handelt es sich dabei um eine Schenkung oder eine Stiftung.
Wunderbar ist das! Großartig!
Aber wieso sind die jeweiligen Öffnungszeiten solcher Archive oder Schauen…immer noch kleinstädtisch?!
Man kommt dort an, ganz neugierig, aber findet ein strenges Regimen an Zeiten vor, in der man schauen kann. Wenn schon große Kunst,dann bitte großzügige Öffnungszeiten!
So etwas nervt mich immer!
Muss ich mir jeweils die einzelnen Öffnungszeiten merken? Daß etwa – in der gleichen Stadt – freitags von 19:00 an zwei Stunden ein bestimmtes anderes Museum offen hat?!
Christianes Etüdenaufruf verlockt eins ums andere Mal. Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte Schildkröte großzügig flehen enthalten.
Die Wortspende für die Textwochen 44/45 des Jahres 2022 stammt von Natalie mit ihrem Blog Fundevogelnest.
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David, der amerikanische Freund, hatte Eckehard in seinem Atelier besucht und einiges gesagt, was Eckehard verletzt hatte. Ich hatte darüber berichtet.
Wie war es denn dazu gekommen, daß David so wenig gentlemanlike war?
David’s Frau Trude, eine an sich ruhige und gemässigte Frau, hatte sich geärgert, daß David ihre Wünsche wie eine Schildkröte umzusetzen pflegte. Sie hatte zuletzt eine Kommode bestellt. David baute sie einfach nicht zusammen! Da halfen keine Tricks, kein Flehen. David übersah einfach das Paket.
Zuerst war sie großzügig gewesen, aber auch das Abstellen des Pakets in seinem Studierzimmer hatte nichts bewegt.
“Wie kann man nur so blind sein?! Ich hasse dein Unbeteiligtsein!”.
“David sagte: “Ich bereite mich DOCH gerade auf einige Vorträge vor. U.a. spricht heute Prof. Hardthinkin über den Zustand älterer Demokratien. Da brauche ich Futter, um mitreden zu können!”
“Ich gebe Dir gleich Futter !! Ist das Demokratie, wenn Du meine Wünsche nicht siehst?!?! Du..du bist …”!!”
Jetzt war David am entscheidenden Punkt! Er packte schleunigst seine Sachen und eilte zu Eckehard …der natürlich von alledem nichts wusste.