Tagesgedanken X

Natur, Kultur und Couture.

Eine bunte Mischung in unserem Aufenthalt vor fast zwei Wochen in Frankfurt.

“20 Jahre Pardon” hies es im Caricatura, Werkschau NIKI DE SAINT PHALLE in der Schirn.

Beides auf seine Weise kein voller Genuß.

Niki de Saint Phalles Leben und Kunst ist viel interessanter als vermutet, aber die Schau in der Schirn war übervoll an Besuchern.
Die Pardon-Karrikaturen waren ein Genuß, aber für die etwas längeren Textauszüge hatte man keine Energie, ich jedenfalls. Die Macher der Pardon in der Ausstellung zu reduzieren auf witzige Cartoons wäre natürlich eine arge Verkürzung gewesen.

Die Natur hatte ihr Recht im Palmengarten, jedes Mal lohnt ein Besuch dort, nicht nur wegen dem Schmetterlingshaus.

Klamotten kaufen/anschauen in Frankfurt kann auch ein netter Gesichtspunkt werden, zudem wenn man am Nachmittag erst eintrifft und die Museen schon fast schliessen.

Die Buchhandlungen rund um die Zeil sind etwas ausgedünnt worden, das “2001” und das “Jokers” gibt es dort nicht mehr, nur noch eine gut bestückte Kunstbuchhandlung, die wir immer gerne aufsuchen.

Frankfurt weist auch eine gehörige Zahl Plastiken auf, nicht nur bei Banken, sondern unerwartet auch in Fußgängerzonen. Das Meiste davon war ein Genuß!

Kleine Schmetterlingsschau

Im Schmetterlingshaus des Palmengartens Frankfurt konnte ich trotz angelaufenem Objektiv einige Falter gut ablichten:

Dione Juno

Gewöhnlicher Parides

Gewöhnlicher Parides

Kleiner Kurier

Tarricina-Langflügel

Zebra-Mosaikfalter

Ein Blauer Morpho

***

Ich bin am Grübeln, ob ich hier in Würzburg wieder an dem Schmetterlingsworkshop von Dr. Hock teilnehme.

Um da Erfolg zu haben, müsste man nur die Habitate aufsuchen, die er jeweils punkt-und zeitgenau vorschlägt. Seltenere Arten gibt es ja nicht um die Ecke 😉
Naja, ich kann es mir noch ein paar Tage überlegen.

Was sitzt denn da?

Der borstige Wurzelrüssler.

Winzig klein, meine Frau hielt ihn für eine Fliege.
Er saß auf einer Metallabdeckung eines Pföstchens.

Im Botanischen Garten Würzburg begegnete mir ausserdem fotografisch eine Holzbiene und und eine gelbe Dungfliege, beides zu dieser Zeit im Jahr ein Novum.
Manche Flächen waren noch nicht bestückt, sodaß man einige Skulpturen, die sonst kaum zu sehen sind, frei sehen konnte:

In den Teichen sah ich etwas flitzen, das ich nicht zuordnen konnte:

Dieses windschnelle Ding zu fotografieren, war eine Aufgabe für sich. Ein Wasserläufer war es jedenfalls nicht.

Von den Gewächshäusern habe ich u.a. folgendes mitgebracht:

Eine Spitzvase

Diese Arbeit ist aufgebaut.

Sie besteht aus einem Kegel und einer Kugelhäfte, in der der Kegel mit der Spitze nach unten stand.
Den Kegel verband ich dann mit einer “Ton-Haut” mit dem Rand der Halbkugel.

Dazu feuchtete ich den oberen Rand des Kegels und der Kugelhälfte an und legte dann eine Zeitung auf.

So drückt sich die exakte Form durch, die ich dann aus einer großen Fläche flachen Tons ausschnitt und dann so aufbrachte. Dazu sollte der aufzubringende Ton schon etwas fester sein, aber natürlich nicht trocken. “Lederhart” wäre auch schon zuviel.

Als Glasur nach dem 1. Brand wählte ich rot mit einer zweiten Schicht Tiefblau in einem zweiten Glasurbrand.

Und wie lange brauchte ich dazu?

Fast 3 Monate!

WIE, WAS?

Zwischen den Jahren kam ich auf die Idee, ein solches Doppelwandgefäss mit Spitzkegel zu bauen. Mal was Neues – und technisch nicht so einfach.

Nach dem Bau trocknete es vor sich hin. Es muss ja sehr viel Feuchtigkeit raus.
Dann kam ein Urlaub.

Danach wurde es erstmalig gebrannt, keinerlei Vorkommnisse, keine Risse ect.

Irgendwann trug ich eine Glasur auf, ein neues Rot. Und brannte es im Glasurbrand. Dazu musste aber einiges im Ofen sein, damit es sich lohnt.

Das Rot fiel nicht sonderlich gut aus. Zu scheckig.

Irgendwann schnappte ich mir das Teil, stellte es in den Backofen, denn im heißen Zustand lässt sich eine neue Glasur, diesmal eine blaue, auf die alte auftragen.

Und wieder dauerte es einige Zeit. Dann wurde es gebrannt und führte zum obigen Ergebnis.