Welche bauchige Schönheit! Die winzige Leucospis dorsigeraKopfstudieDer Hinterleib, mit dem es etwas auf sich hatHier spriesst plötzlich wie aus dem Nichts ein Stachel! Der Legebohrer (Ovipositor) ruhte, nach oben umgeschlagen, auf dem Hinterleib (Abdomen).
Leucospis dorsigera wählt zur Eiablage nicht den Nesteingang der Wirtsbiene, sondern bohrt die Brutzelle des Wirts durch das Holz bzw. die Stengelwand neben dem Nesteingang an. Dazu krümmt sie das Ende ihres Hinterleibs stark nach unten und treibt den aus seiner Scheide gerutschten Legebohrer unter ihrem Körper ins Holz. Wenn diese zeitraubende (bis 20 min dauernde) Prozedeur geschafft ist, legt die Erzwespe ein sehr schmales Ei in den Kokon der (schon weit entwickelten) Wirtslarve. Die geschlüpfte Erzwespen-Larve tötet zunächst eventuell vorhandene konkurrierende Artgenossen und saugt dann die Wirtslarve vollständig aus. Sie spinnt keinen eigenen Kokon und überwintert als Ruhelarve.
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Auch nicht die feine Art. Aber irgendwo wird so der Bohrleistung Tribut gezollt.
Von dem Gelingen ihrer Aktion erfährt natürlich die Wespe nichts mehr. Das ist alles auf Treu und Glauben gebucht.
Diese winzige Schwebfliege, die an der Schafgarbe nascht, richtet ihr Hinterteil wohl deshalb so steil hoch, um Fressfeinde abzuschrecken. Stolz wird es nicht sein.