Category: Makrofotografie

Prominenz im Garten

Als Insektenfotograf, zu dem ich in den letzten 20 Monaten  halb freiwillig mutiert bin, bin ich oft durch die plötzliche Gegenwart eines meiner Lieblingstiere im Garten paralysiert.

Zu diesen zählen die wahnsinnig flinken Taubenschwänzchen und die mächtige blauschwarze Holzbiene.

Das Taubenschwänzchen konnte ich in diesem Jahr 5 x fotografieren, 6 x bekam ich es zu Gesicht. Es ist ein Luxusgeschöpf.
Heute, am 01.08.2019,  also sein sehr kurzes Auftreten am Eisenkraut:

T6

T5

T4

T3

T2

T1

Das waren immerhin 6 gelungene Fotos von mindestens 60 Snapshots. Damit kann man bei diesem “Wiesel” gut leben.

Gemeine Breitstirnblasenkopffliege

Ein sehr merkwürdiges Tier.

B1

Die drei Beinpaare des etwa 10 mm großen Tiers hängen am kurzen und sehr hohen mittleren Segment.
Das dritte Segment ist fast immer einwärts eingerollt. ( Vielleicht ist es einfach zu wichtig, haha ).

Es hat eine gelbe Maske und offenbar ein langes Saugrohr, ähnlich fast wie ein Schmetterling (hier nach hinten weggeknickt).

B5

Der starke knollige Rücken mit einer auffälligen Zeichnung. Die braunen Augen dazu.

B4

Hier nochmal der muskelbewehrte Rücken (sofern es überhaupt Muskeln sind).B3

Dann hat er auch noch zwei “Fahrradklingel” auf mittlerer Ebene.

B2

Das Tier ruckelt scheinbar unbeholfen und gleichzeitig unentwegt auf den Blüten herum.
Stundenlang hält es sich auf einem Strauch auf. (Vielleicht soll es ja auch ein zukünftiger Hochzeitsstrauch sein – oder meint er schlicht: Das da hier ist jetzt meins!)

Die Eiablage des Weibchens ist auch besonders. Hier nachzulesen.

Ich hatte das Tier bisher nur einmal im Juni bei der Paarung zugesehen. Dieses Ruckeln auf den Blüten war mir eigenartig. Das Tier bewegt sich aber grundsätzlich einfach so.

Aufgenommen am 31.07.2019