Eine Kundin war da.
Sie hatte meine Gefässe (Objekte) auf einem Markt gesehen.
Nun wollte sie ein sogenanntes Doppelwandgefäss erwerben. Die etwa 10 Gefässe dieser Art im Haus und fünf weitere im Garten sagten ihr nicht zu, war es die Grösse, die Tonart, die Neigung der zweiten Schale oder die Glasur.
Also fertigte ich in weißem Ton in einer Pause der Betreung von 2 Bad-Handwerkern zwei Doppelwandgefässe mit aussen 30 cm und innen 20.

*

Die Innenschalen haben verschiedene Neigungen.
Da kann sie sich aussuchen, welche sie mehr mag.
Das sogenannte Versäubern, nach dem Zusammenbau der zwei Schalen, geschah in vier Etappen.
Jedes Mal korrigiere ich weiter, schaue mir das Stück aus jeder verfügbaren Richtung an.
Das kann durch Klopfen mit einer Spachtel sein, mit neuem Tonauftrag oder dem sogenannten “Finger”. Auch Gummiglätter kommen zum Einsatz.
*
Nun müssen die Teile trocknen. Eine zehnprozentige Schrumpfung inbegriffen, also aussen das Maß 27 cm und innen 18.
Sollte kein Riss auftreten, was immer möglich ist, kommen sie dann in einen sogenannten Schrühbrand.
Die gewünschte Glasur habe ich mir auch fleissig notiert.



