Category: Kreatives sonst

Fragen zur Mimikry

Im Buch von Ewald Weber ” Der Fisch, der lieber eine Alge wäre” sties ich wieder auf das Phänomen Mimikry.
Pflanzen ahmen hier Tiere nach. Speziell bei den Ophrys handelt es sich um das Nachahmen von weiblichen Insekten in Aussehen und Lockstoffen (Pheromonen).
Die männlichen Insekten versuchen ein Exemplar der Ophrys zu begatten, bekommen aber nur ein Paket Samen zur Verbreitung mit.

Ewald Weber beschreibt diese und andere Phänomene der Nachahmung und Täuschung im Pflanzenreich detailvoll und in allen möglichen Facetten.

Wie es aber zu der Ausbildung der Mimikry kam, ist nicht darin zu finden (zumindest bis Seite 165) . Darwin konnte erklären, wieso mit Mimikry ausgestattete Blütenpflanzen erfolgreich waren und sich ausbreiten konnten. Aber der gestaltende Mechanismus, das Wie zur Form, ist mir nicht klar.
Blosser Versuch und Irrtum kann es nicht natürlich sein. Woher “weiß” ein Organismus, wie ein bestimmtes weibliches Insekt aussieht und wie es riecht? Irgendwie muß ja eine zielgerichtete evolutionäre Entwicklung passiert sein, um dahin zu kommen.

Meine Vermutung als Laie ist, daß Phänotypen, also Aussehen von Organismen, als “Baukästen” in der Natur ganz allgemein genetisch vorliegen und ein Organismus sich in seiner Evolution solcher “Baukästen” in seinen Genen bedienen kann, nach und nach.
Aber selbst eine solche Erklärung wäre nur ein halber Fuß. Woher weiß die Pflanze, daß die Ausbildung genau diese Phänotyps “weibliches paarungsbereites Insekt” Sinn machen würde?

Vielleicht kann ein fachkundiger Leser hier helfen? Und bitte enthaltet Euch des Lachens, daß man so etwas doch wissen müsste 🙂

Keramisches Blatt 3

Blatt 3 meiner Keramikblätter/-segeln,-grafiken …whatsoever.
Wie ich kürzlich feststellte, habe ich insgesamt fünf Ende 2016/Anfang 2017 gemacht 🙂

Das hier ist etwa 27 cm hoch.

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Säulen des Glücks

Als ich ein junger Mann war, fand ich für mich, daß mich zwei massive Säulen des Glücks sicher mein Leben lang verwöhnen werden:
Die eine war „Joggen “, die andere „Schach“.

Joggen, das war wie „Waten in Gold“ – ich empfand das einfach köstlich, meine Schritte den Berg hoch einzeln wahrzunehmen – es war wie Baden in einem glasklaren Gebirgssee.

Schach lernte ich autodidaktisch und auf gewohnt zähe Weise und erlebte dann auch zweimal einen signifikanten Sprung im Verständnis dieses Wissenschafts-Objekts.

Nun, ich dachte also lustvoll: „DAS KANN MIR KEINER NEHMEN!“.

Leider erfuhr ich alsbald, daß das zu kurz gedacht war und daß einem natürlich NICHTS sicher ist.
Ich musste zunächst das Joggen aufgeben – für meine Gelenke, speziell linkes Knie und rechte Hüfte, erwies sich das Joggen plötzlich als doch nicht tragbar.
Ein paar Jahre später musste ich auch mein zweites Standbein aufgeben – weil ich unglücklich verliebt war in eine Frau meiner Spielgruppe.

Jetzt schaue ich wohlwollend und verständnisvoll auf den jungen Gerhard zurück.
Ich habe gelernt: Nichts bleibt. Aber ich habe auch mittlerweile gelernt: Es gibt unendlich viel Anlaß zur Freude, es muß nicht das „eine“ sein.