Diese Redewendung kommt mir immer wieder mal in den Sinn.
Ihre überraschende Herkunft ist in folgendem Artikel erklärt:
https://www.swr.de/blog/1000antworten/antwort/1155/woher-kommt-die-redewendung-da-beist-die-maus-keinen-faden-ab/
Ich verstehe sie persönlich immer so:
Da ist nichts zu ändern, da ist nichts daran zu rütteln.
Und woran ist nicht zu rütteln?
In meinem persönlichen Fall eine Neigung zu Zwangshandlungen, englisch kurz “OCD” benannt.
Schon als kleines Kind begleitete mich diese Verfassung fest verbunden und machte mir bisweilen sehr zu schaffen. Ständige Erstickungsängste z.b. führten dazu, daß ich aufgrund fehlender Leistungen eine Klasse wiederholen musste.
Ich beklage mich nicht – es ist eben ein Fakt:
Zwangshandlungen und Zwangsgedanken “reden bei mir mit”. Und gelegentlich ist auch ein Durchwehtwerden von abstrusen Gedankenfetzen und Gefühlen bemerkbar.
Gestern erst hatte ich den Gedanken, daß es allgemein eine weitverbreitete Mär ist, daß der Mensch völlig rational sein könne.
Ich denke, selbst den grössten Denkern begegnete Irrationales in sich. Unsere Gehirnorganisation ist eben derart, daß sie in der Lage sein kann, große Klarheit durch Nachdenken zu finden, aber sie lässt auch viel Widersprüchliches, Unausgegorenes, Verworrenes und Inkohärentes zu. Auch das findet seinen Wiederklang und Platz im neuronalen Gewirr. Zweifellos.
Einen Ausrottungskampf gegen das Irrationale im Menschen wird so zu einem Sisyphos-Kampf. Den sollte man getrost vergessen.