Category: Kreatives sonst

Hölzernes Geschöpf

Groß war meine Freude, als ich auf einer meiner letzten Pirschgänge dieses Geschöpf ausfindig machen konnte:

V1

Es hielt sich prächtig im starken Wind.

V2

Es ähnelt einer Libelle und scheint männlich zu sein. Die Fortsätze an den Beinen sind wohl Mimikry: Sie sollen m.E. Reisig darstellen.

V3

 

Spurensuche

Unlängst war ich in Südtirol auf Urlaub.

Mir fiel auf, daß in dieser Gegend zwei Sprachen vorherrschen: Das Deutsche und das Italienische. (Später lernte ich, daß es hier auch die sogenannte Latinische Sprache gibt. In zig Variationen.)
Wie so oft in letzter Zeit wollte ich mehr dazu wissen!
Über ein Buch, das ich, neugierig geworden, direkt am 2. Tag unseres Urlaubs kaufte,  lernte ich die Geschichte Südtirols kennen. Und daß dies fürwahr keine einfache Geschichte war! Seit 1919 ist Südtirol italienisch. Vorher gehörte ganz Tirol dem Hause Habsburg an.
Es gab viele Auseinandersetzungen, auch gewalttätige in diesem Landstrich und erst seit einigen Jahren, nachdem Südtirol eine gewisse Autonomie gewährt wurde, ist Ruhe eingekehrt.
Dennoch gibt es offenkundig noch unterschwellig Konflikte. Das Zusammenleben ist nicht reibungsfrei. Einige Anekdoten, die ich dazu hörte, belegten das.

Auf der Rückreise von Südtirol nach Deutschland machte ich dann für zwei Tage Station im Ostallgäu.
Ich hatte den Gasthof per Internet gebucht, weil ich nicht vor Ort nach einer Bleibe suchen wollte.
Nach meiner Ankunft versuchte ich mir einen ersten Eindruck zu verschaffen, wo ich eigentlich war!
Ungläubiges Erstaunen überfiel mich, als ich per Handy feststellte, daß unweit meines Standorts ein Lager gewesen war. Innerhalb von 4 Monaten starb damals die Hälfte der Belegung.
Ich war erschüttert.
Am nächsten Morgen suchte ich die Gedenkstätte auf, die, schwer zu finden, an einem Waldrand lag. Das Ungeheure – es war nur zu erahnen.

Wenige km davon weg ein weiterer Hinweis auf eine zurückliegende Zeit: Eine Kleinstadt,  vollkommen neu errichtet ab den Endvierzigern. Im Heimatmuseum eine Unfülle historisches Material. Ein Rückblick auf gloriose Zeiten mit einer langen, prosperierenden Handwerkstradition und Bilder, die aufzeigen, was es heißt,  als ehemalig Wohlhabende an anderer Stelle vollkommen bei Null anfangen zu müssen.
Spürbar war es, was das alles für diese leidende Generation bedeutet hat, durch was sie durch musste! Aber auch deren Kinder sind stark geprägt, wie ich anhand von Geschichten der Frauen an der Kasse hörte. Auch die dritte Generation wird sicher nicht unberührt davon sein.

Es hatte ein schöner Wanderurlaub sein sollen, aber es wurde dann zu etwas vollkommen anderes.

Oktaeder 4 und 5 – glasiert.

Die Stele mit den 5 Oktaedern hatte ich ja schon im Garten aufgestellt und auch hier vor einer Woche vorgestellt, aber sie sind zu schwer für die 10 mm-Eisenstange, die ich vorrätig hatte. Ich habe mir nun eine 16 mm-Stange besorgt. Das heißt aber, daß ich die Einfädellöcher für fast jeden Oktaeder oben und unten mit einem Bohrer erweitern muß.

Die glasierten Stücke 4 und 5, ich hatte sie noch nicht gezeigt:

P1120302 - Kopie

 

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Sie sind mir fast die Liebsten von allen 5.