Category: Kreatives sonst

Am Kaffeetisch

2019_3637_3_300

Quelle: Pixabay, Bearbeitung: Christiane

 

Dank an Christiane für die Fortführung der Etüden!
Hier eine weitere Miniatur. Bitte dabei beachten: Die Protagonistin ist in dieser Geschichte rein zufällig eine Frau.

*

Diesmal hatte sie den Bogen überspannt.
Beim Kaffee stutzte ihre Freundin Gertrud sichtlich zu dem, was sie gerade von sich erzählt hatte. Da passte Für Gertrud so manches nicht zu dem, was sie von ihrer Freundin wusste.

Was sollte sie nun Gertrud sagen? Wie sich rauswinden?

Immer war sie ja ambivalent gewesen, aber Geschichten spinnen musste sie, da gab es einen starken Antrieb.

Sich der Wahrheit hingeben , wäre nun eine Option gewesen. Doch:

In einer Art Verzweiflungstat ersann sie flugs eine kohärente Geschichte, die alle Unstimmigkeiten auszuräumen schien.
Uff, gutgegangen! Da war sie wirklich Meisterin. Das machte ihr kaum jemand nach.

Doch was war mit ihren anderen Freundinnen? Nur gut, daß die meisten nicht mehr wussten, was sie ihnen jeweils erzählt hatte.
Und wenn schon.

*

 

Die Last mit der Last

2019_3637_3_300

Quelle: Pixabay, Bearbeitung: Christiane

 

Dank an Christiane für die Fortführung der Etüden!
Hier eine Humoreske:

*

Bezüglich Abnehmen war er immer ambivalent.
Doch diesmal wollte er sich der Askese hingeben.
Zuviele Kilos drückten aufs Gestänge.
Das musste entschiedenes Handeln her!

Nach vielen Wochen strahlenden Erfolgs
gab es die Einladung von Hans.

Ein, zwei Bierchen mussten sein.
Dann ein drittes hinterher.
Schon rührte sich in ihm aufgestauter Frust.
In einer Verzweiflungstat aß er ziemlich alles in sich rein, was Hans auf den Tisch gestellt hatte.
Und seine Schnäpse, die waren ja auch nicht zu verachten!

Daß die Waage danach Urlaub hatte, war vorherzusehen.

*

Unterschiede

Dieses winzige Tierchen verfügt über einen Ovipositor (ein Eiablagegerät).

St1

 

O1

Etwas grösser war er bei der weiblichen Schlupfwespe:

O1

Beides aufgenommen am 13.07.2019

Das Hufeisen

Ich befand mich – im Traum –  in meinem Haus. Es hatte diverse Zimmer, die sich in einer  Hufeisenform aneinanderreihten.

Zimmer 2 war in einem geringfügig schlechteren Zustand als das moderne und sich ständig verändernde Zimmer 1  – und aus diesem erreichbar.
Es war immer noch gepflegt, aber etwas altbacken eingerichtet und nicht genutzt.
Zimmer 3 folgte aus und auf Zimmer 2, etwas lose eingerichtet, aber als Gästezimmer durchaus zu gebrauchen, wenn man etwas Hand anlegte.
Zimmer 4 schloß sich an, da war aber nun wirklich Handlungsbedarf. Es war nur ein großer Abstellraum.
Und in Zimmer 5, das auf 4 folgte, einem sehr viel grösseren, vollkommen leeren Raum, war alles ungeschlacht. Da hingen rechts Tücher an den Wänden statt einer Tapete,  linksseitig  waren staubige Fenster. Der Raum war von der Mitte ab eine Weile abschüssig und lief dann normal aus.
Das Zimmer war groß wie eine Lagerhalle.
Hier konnte man Enormes leisten, wenn man Zeit und Kraft dafür hatte.
Aber mindestens Zimmer 3 und 4, und natürlich 5 warteten schon lange darauf, daß  sich ihr Herr kreativ darum kümmerte.

Aus diesem saalartigen Zimmer 5 führte ganz unten links eine provisorisch anmutende Lagertüre ins Freie.
Über einen verschachtelten Unterbau kam man auf einen weiten Platz. Und der Platz war mir merkwürdig vertraut. Er war in einer belebten Innenstadt.

Diese Stelle in der Innenstadt erreichte ich sonst immer umschweifig von meiner Haustüre aus, nach einer U-Bahnfahrt und einem Marsch von vielleicht 5 Minuten , über die Hintertür war man aber unmittelbar da.
Ich hatte das nicht gewusst.

Einem Freund, den ich auf dem Platz traf,  zeigte ich gleich mein Zimmer 5 und die Möglichkeiten, die darin lagen.

Damit endete der Traum.

Im Verbund

Paarung1

Was mir da am 14.07.2019 etwas schwerfällig entgegegengeflattert kam und sich dann in meine Nähe absetzte, wirkte etwas merkwürdig. Erst dann sah ich, daß es zwei Falter waren.

Parrung2

Man konnte sie kaum stören.

Paarung3