Category: Keramik

Blau vor Schnee

Ende des Monats schneit es ALSO.

So schnell ist man wiedrrr in Winterszeiten unterwegs, hätte ich nicht gedacht.

Meine Köpchen tragen nun auch Häubchen. Aber nur die obersten:

…die anderen nicht. 😉

Repariertes Vasenobjekt

Bei einem heftigen Sturm vor einem Monat fiel mir ein grösseres Objekt um:

Vier Stützen waren stark beschädigt. Anderes in vglweise kleinem Rahmen.

Mit schrittweise verwendetem Spezialkleber klebte ich das Gros der Scherben wieder an das Objekt an.

Ich trug dann zum Schluss zu noch Kaltglasur “Silber” auf die Flächen mit den Rissen auf.

Das Objekt hatte ich seinerzeit über einige Tage hinweg aufgebaut. Es war sicher eines der aufwändigsten meiner Beschäftigung mit Ton.
Deshalb wollte ich es irgendwie erhalten.

Es hätte auch eine weitere Möglichkeit gegeben: Mit viel Paperclay den Schaden auszugleichen und es dann erneut zu glasieren. Und es dann erneut zu brennen.
Das wäre noch aufwändiger gewesen und hätte auch nur Sinn, wenn ich das Paperclay sehr umfassend verwendet hätte. Also im Grunde eine zweite Haut angelegt hätte.

Mit dem Ergebnis jetzt bin ich zufrieden.

Das Objekt wanderte danach gleich in die Garage, denn die Winterszeit naht.

Malheur, Malheur!

Wer die folgende etwas längere Erzählung nicht lesen möchte, dem sei verraten, daß in ihr von einer schadhaften Lieferung die Rede ist, die uns 4 Tage in Trapp gehalten und dabei einige Nerven gekostet hat. 🙂

Also im Einzelnen

Wir bekamen dieser Tage 3 Tonnen Ton angeliefert: Zwei Tonnen für den Eigenbedarf und eine zur Weitergabe an ein befreundetes Institut.
Je Tonne sind es 100 “Hubel”, also in Plastik abgepackte 10 kg-Portionen.

Im Bild 300 Hubel Ton

Diese Hubel mussten wir per Hand in den Keller verbringen und dort sauber und fachmännisch aufstapeln.
(Sie müssen dazu am besten quadratischen Querschnitt bekommen, gerade wenn sie etwas aus der Form geraten sind.)

Nachdem wir etwa 15 Hubel in den Lagerraum verbracht hatten, stellten wir fest, daß einige der Hubel Löcher im Plastik aufwiesen und zwar meist an der Naht. Bemerkt man diese Löcher nicht, werden die Hubel allmählich trocken und sind im Prinzip nicht mehr verwendbar.

Risse in der Plastikhaut

Meine Frau entschied , die Löcher mit Klebband zu verschliessen – und wenigstens eine Tonne, also eine Palette, runterzutragen. (Sie wollte die Paletten einfach vom Carport weg haben. Auch wegen möglichem Frost.)
Von den 100 Hubeln waren aber sicher 90 % nicht o.k. Also kleben, kleben, kleben.

Also: Es wurden die 100 Hubel runter geschafft.
Zwei Helfer zum Transportieren hatte ich schon wegen des Malheurs abgesagt gehabt, ein dritter war aber schon per Zug auf dem Weg. Und half dann mit.

Nach den ersten 100 Hubeln prüften wir zu dritt Palette 2. Auch da waren 90 % beschädigt, wenn auch es kleinere Löcher waren, aber das macht physikalisch keinen Unterschied zu grossen Löchern.

Meine Frau entschied nun, diese 100 Hubel auch herunterzutragen und im Lageraum sauber zu verkleben, bevor sie verschichtet wurden. Nach 8 Stunden Arbeit insgesamt war alles soweit erledigt. Körperlich hatten wir keinen Schaden davongetragen, aßen danach noch nett beim Inder und brachten unseren Helfer noch pünktlich zur Bahn.

Die 3. Palette, die wir weitergeben werden, hatte ich stichpunktartig geprüft. Da schienen mir die die Falze der Nähte 1 – 2 mm länger. Also diese Palette paletti 😉

Meine Frau schreibt heute oder morgen eine Mail an die Firma. Sie ist mit ihr ansonsten in sehr gutem Einvernehmen. Bin gespannt, was da rauskommt.

Update:

Auch die dritte Tonne war nicht in Ordnung. Falsche Ettiketten diesmal.
Durch mehrfaches Gegenchecken dann die erlösende Erkenntnis:

Das Richtige drin!
Und die Abholer dieser 3. Tonne kamen ein zweites Mal vorbei, mittlerweile kenne ich sie alle beim Namen, alle vier, nett sind sie und verständnisvoll…

Prozente gab es auch von der Firma für unsere ganze Unbill. Der zuständige Mann war warmherzig und entschuldigte sich vielmals, also ist das Ganze abgehakt.