Category: Keramik

Tagesgedanken XIV

Nachfolgend ein Sammelsirium:

Nachwievor macht es Spaß zu zeichnen:

Stand – mit Schatten des Spiralblocks 🙂

Kleine Studie, 1-2 Minuten

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Tags zuvor war ich bei einer Jam-Session, Gypsy-Jazz.

Die besondere Stimmung einer solchen Session war mir nicht unvertraut, aber eine solche Erfahrung lag schon länger zurück, deswegen überraschte sie mich in ihrer Besonderheit.

Die z. Teil jungen Leute, die mitspielten, waren wie beseelt, glücklich. Einer von ihnen schaute, zunächst im Publikum sitzend, immer in die Runde, ob alle Anwesenden das Gleiche empfanden, ein feines Lächeln lag auf seinen Lippen. Irgendwie nerdig, aber auch eben ein Zeichen, wie sehr ihn das alles freute.

So manchen Musiker kannte ich vom Sehen, kaum je aus einem Gespräch her. Was irgendwie stimmig ist.

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Diese Arbeit hatte ich schon mal vorgestellt. Auf Anraten meiner Frau habe ich die untere Hälfte neu glasiert. Es entstand so ein Zusammenspiel mit der alten Glasur.

Eine weitere Arbeit wurde heute Nacht gebrannt, der Ofen kann wohl bald aufgemacht werden.
Jetzt habe ich nur noch zwei kleinere konkrete Arbeiten im Abstellraum, die ungebrannt sind.

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Die Frühlings-Seidenbiene.

Mehr und mehr Arten tauchen auf, es ist eine Pracht!

Eine Spitzvase

Diese Arbeit ist aufgebaut.

Sie besteht aus einem Kegel und einer Kugelhäfte, in der der Kegel mit der Spitze nach unten stand.
Den Kegel verband ich dann mit einer “Ton-Haut” mit dem Rand der Halbkugel.

Dazu feuchtete ich den oberen Rand des Kegels und der Kugelhälfte an und legte dann eine Zeitung auf.

So drückt sich die exakte Form durch, die ich dann aus einer großen Fläche flachen Tons ausschnitt und dann so aufbrachte. Dazu sollte der aufzubringende Ton schon etwas fester sein, aber natürlich nicht trocken. “Lederhart” wäre auch schon zuviel.

Als Glasur nach dem 1. Brand wählte ich rot mit einer zweiten Schicht Tiefblau in einem zweiten Glasurbrand.

Und wie lange brauchte ich dazu?

Fast 3 Monate!

WIE, WAS?

Zwischen den Jahren kam ich auf die Idee, ein solches Doppelwandgefäss mit Spitzkegel zu bauen. Mal was Neues – und technisch nicht so einfach.

Nach dem Bau trocknete es vor sich hin. Es muss ja sehr viel Feuchtigkeit raus.
Dann kam ein Urlaub.

Danach wurde es erstmalig gebrannt, keinerlei Vorkommnisse, keine Risse ect.

Irgendwann trug ich eine Glasur auf, ein neues Rot. Und brannte es im Glasurbrand. Dazu musste aber einiges im Ofen sein, damit es sich lohnt.

Das Rot fiel nicht sonderlich gut aus. Zu scheckig.

Irgendwann schnappte ich mir das Teil, stellte es in den Backofen, denn im heißen Zustand lässt sich eine neue Glasur, diesmal eine blaue, auf die alte auftragen.

Und wieder dauerte es einige Zeit. Dann wurde es gebrannt und führte zum obigen Ergebnis.

Das vierte Mal

Erneut ein Abend voller Skizzen.

9 Zeichnungen a 10 Minuten und 3 a 5 Minuten.

Diese hier oben war die letzte der 12.

Nach einem vollen Tag das noch oben drauf. Ich wollte erst nicht, dann packte ich doch meine Sachen und machte mich auf den Weg. “Müdigkeit und Abgespanntsein ist nur eine Ausrede”.