Category: Keramik

Tagesgedanken XX

Meine Kamera hat etwa 330.000 Aufnahmen hinter sich. Noch kann sie weiter Aufnahmen machen, denn ein kürzlicher Sturz im Garten verlief glimpflich, sowohl für die Kamera wie auch dem Mann dahinter.

Ich bin gestern erstmals wieder in die Werkstatt gegangen. Es war doch eine Zeitlang her, daß ich etwas in Ton gemacht hatte.

Für eine neue Idee, einen stilisierten Vogel, hatte ich eine kleine Skizze gemacht:

Bin gerade bei der 2. Version in Ton.

Ich hatte ganz vergessen, wie es ist, mit Ton zu arbeiten. Die zig Handgriffe, das Rücken, Räumen, den Umgang mit Brösel und Staub, das ständige Nachbessern der Skulptur und und und.

Tagesgedanken XIX

Ich verweile in einem Biergarten.
Weil ich ihr im Wege stand, sagt ein weiblicher Gast zu mir: “Da wei da wei”.
Diese Geste erinnerte mich an einen Schauspieler, der eine aufdringliche Bewunderin einst mit ähnlichen Worten verscheucht haben soll.

Und so kam ich alsbald mit meiner Frau auf die alte Schauspielergarde zu sprechen.

Ich fing von alten Filmen zu schwärmen an, meist von Literaturverfilmungen. Mir schien, daß so manche Schauspieler von einst “Kawentsmänner” waren, Größen also, die man heutzutage nicht so leicht findet.

Aber vielleicht liege ich da falsch. Ich schaue mir ja nur noch sehr selten aktuelle Filme an. Vor mehr als 30 Jahren aber sog ich Filme mit besonderen darstellerischen Leistungen regelrecht auf.
Diese Zeiten der Schauspielbegeisterung sind für mich offenbar vorbei. Aber vielleicht kommen sie doch noch mal wieder?!

Schwellen

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Ein nicht sehr großes Objekt, das auf einem meiner Schreibtische steht.
Ein Podest mit diversen Schwellenkörpern, die über-und untereinander liegen.

In Auflösung begriffen

Dies ist ein Beitrag zu Myriades neuer Ausgabe der Impulswerkstatt.

Als ich das obige Hologramm in Auflösung sah und auch Myriades Ankündigung, daß alles willkommen ist, auch Tonscherben sogar und mich DAS wiederum daran erinnerte, wie mal eine Frau vor Jahren händeringend (ich hätte es fotografieren sollen) vor uns trat und bat, doch an einer Ausstellung teilzunehmen, weil die Frau Gräfin dringend noch eine/einen Keramiker mit ihrem/seinem Stand bei ihr brauche, erinnerte ich mich gerade jetzt posthum an ein kleines surreales Werk, das ich vor Jahren so nebenbei schuf:

Ein grünes Ei entläd seinen Inhalt, sei es Spinat oder Erbsen oder was auch immer, über ein Podest in eine Auffangschale.

Ob die Schale das alles auffangen kann, was das Ei in Auflösung von sich gibt?!

Wohlgemerkt schuf ich dieses Ding vor gut 10 Jahren, also sind politische Anspielungen hier vollkommen tabu und auch wahrlich nicht beabsichtigt!! Das schicke ich gleich mal hinterher, ganz ohne Spaß und doppelten Boden.

Das Objekt steht also für sich! Und steht auf einem Fensterbrett, schon sehr, sehr lange.

Übrigens: An dieser Ausstellung damals bei der Gräfin nahmen wir dann auch tatsächlich teil.

P.S. Queenall schicke ich noch ein weiteres Fotos nach: