Category: Fotografie

Fassadenkletterer

Petra Pawlofsky und ihrem Projekt die-natur-und-erde-schutzen-ein-gewinn. gewidmet

Dieses Insektchen misst nur etwa 2mm in der Länge.
An der Fliegentür robbte es unentwegt schnell nach oben. Kaum kann man es bemerken, man sieht auch dann nur ein dunkles Etwas gegen das Tageslicht.

Beim Betrachten der Fotos am PC wird einem erst die Struktur, ja dann auch die Schönheit des Tieres bewusst. Verborgen ist sie in der Winzigkeit des Insekts.

Auch bei dieser Grösse wie selbstverständlich der schalenartige Aufbau des Hinterteils, bei viel grösseren Wespen eher zu beobachten.
Wie eine Rüstung, mit Scharnieren verbunden.

Das Tierchen hat einen Ovipositor, was darauf hinweist, dass es ein Weibchen ist, das seine Eier parasitärisch ablegt.

Das Arbeiten an diesen Fotos beruhigt mich sehr. Die Schönheit der Strukturen für mich sichtbar machen zu können, befriedet mich.

Es ist ein Dienst an der Natur.

Gallische Feldwespe

Wohl eine Arbeiterin, da kleiner als gewöhnlich.
Fotografiert am 11.03.2020

Hier scheint sie flehentlich zu bitten. Sie hatte kaum Halt auf der glatten Oberfläche.

Bin gespannt, wann unsere Keramikkugeln bewohnt sein werden.

Im Botanika in Bremen

Das Botanika Bremen, das ich im Februar besuchte hatte, hatte Gottseidank “draussen”, also in den Gärten, wenig zu bieten!

Wieso Gottseidank?

Nun, das was das Botanika in den Treibhäusern und dem angeschlossenen “Entdeckerzentrum” bot, war mehr als genug! Sonst müsste man ja eine ganze Woche hingehen, um alles zu würdigen.

Unsere Häuser hier in Deutschland, sei es Kunst, Geschichte oder Natur betreffend bieten oft überreich Material. Einerseits ist das toll, weil es sich lohnt, immer wieder mal hinzugehen, aber andererseits kann so manches nicht recht gewürdigt bzw. überhaupt wahrgenommen werden.

Soll man das kritisieren?? Ich weiß es nicht.
Genauso gut könnte man fordern: Weniger Bücher jährlich herausgeben. Aber da sieht man, daß es keinen Sinn macht, das zu fordern.

Ich zeige aus der Überfülle dort hier nur das Schmetterlingshaus:

Der Eulenfalter

Ein Riesenfalter. Die Mellierung der Augen findet man im übrigen auch bei einer Schwebfliege Eristalinus taeniops, die ich hier zeigte.

Weitere Falter:

Moderne Kunst im Weserburgmuseum

Das Weserburgmuseum Bremen, das mit der GAK (Gesellschaft für aktuelle Kunst) ein Gebäude teilt, zeigte sehr viele interessante Exponate im Rahmen der Ausstellung “So wie wir sind 2.0”.

Sprache spielte eine besondere Rolle in den Ausstellungsräumen.
Es gab etwa eine Wand mit Phrasen amerikanischer Motvationslehrer.
Jemand unter ihnen meinte etwa, daß es unsere ureigenste Wahl ist, ob wir auf der Erde Hölle oder Himmel erleben. Das ist bekannt, nicht?!

The Cabinett of Written Pictures von Simon Lewis

Diese Tafel vereinte eine ganze Serie von luftigen Sätzen, die mir grosse Freude machten, etwa:

A book finally free oft it’s readers.

A near still life experience

A conversation that went to bed

Maguerite Humeau lässt die Sprachen des ptolemäischen Reiches auferstehen. Schnappt man sich einen der Kopfhörer, hört man eine synthetische Stimme in 9 Sprachen von damals ein Liebeslied singen.

Richard Long darf eigentlich in keiner modernen Kunstausstellung fehlen:

Der Feminismus in USA-Prägung bekam einige Räume:

Die Künstlerin Andrea Bowers zeigte Arbeiten der letzten 15 jahre.
Hier sieht man kunstvoll besprayte Fächer mit Sätzen wie “Mother earth is coming for you”. “Resist to exist” und so weiter.
Eine insgesamt spannende Schau.

Viel mehr wäre zu zeigen, man ist in diesen Ausstellungsräumen mit mindestens 3 Stunden “dabei”.

Zum Schluß ein Vorhang:

Was fällt einem hier auf?