Meine Schachmannschaft hat den Klassenerhalt geschafft !
Allerdings ohne mich.
Die im Coronajahr 3 angesetzten Spiele wollte und konnte ich nicht mitspielen. Einem Gegner 5 Stunden eng gegenüber sitzen konnte ich mir nicht vorstellen. Andere in meiner Mannschaft gingen das Risiko ein. Es gab nur einen weiteren Leistungsträger, der auch das Mitspielen verweigerte.
Nun werde ich in der kommenden Saison also weiterhin Mannschaftsschach spielen. Immerhin betreibe ich dieses Hobby schon 51 Jahre. Aufgeben werde ich es nicht , obwohl ich wiederholt daran gedacht hatte.
Aber dann könnte ich auch gleich anderes aufgeben wie etwa meine Insektenfotografiererei.
Welche bauchige Schönheit! Die winzige Leucospis dorsigeraKopfstudieDer Hinterleib, mit dem es etwas auf sich hatHier spriesst plötzlich wie aus dem Nichts ein Stachel! Der Legebohrer (Ovipositor) ruhte, nach oben umgeschlagen, auf dem Hinterleib (Abdomen).
Leucospis dorsigera wählt zur Eiablage nicht den Nesteingang der Wirtsbiene, sondern bohrt die Brutzelle des Wirts durch das Holz bzw. die Stengelwand neben dem Nesteingang an. Dazu krümmt sie das Ende ihres Hinterleibs stark nach unten und treibt den aus seiner Scheide gerutschten Legebohrer unter ihrem Körper ins Holz. Wenn diese zeitraubende (bis 20 min dauernde) Prozedeur geschafft ist, legt die Erzwespe ein sehr schmales Ei in den Kokon der (schon weit entwickelten) Wirtslarve. Die geschlüpfte Erzwespen-Larve tötet zunächst eventuell vorhandene konkurrierende Artgenossen und saugt dann die Wirtslarve vollständig aus. Sie spinnt keinen eigenen Kokon und überwintert als Ruhelarve.
*
Auch nicht die feine Art. Aber irgendwo wird so der Bohrleistung Tribut gezollt.
Von dem Gelingen ihrer Aktion erfährt natürlich die Wespe nichts mehr. Das ist alles auf Treu und Glauben gebucht.
Diese winzige Schwebfliege, die an der Schafgarbe nascht, richtet ihr Hinterteil wohl deshalb so steil hoch, um Fressfeinde abzuschrecken. Stolz wird es nicht sein.