Author: kopfundgestalt

Es wuselt wieder im Grün

Im Garten wuseln sie wieder, die Wildbienen, hauptsächlich auf Gänseblümchen

Zwei Hauptvertreter, zum Grössenvergleich:

Links wohl Lasioglossum fratellum, rechts Gemeine Sandbiene (Andrena flavipes)

Andrena flavipes macht aber auch noch andere Sachen:

…sucht nach Erdhöhlen

…oder flieghüpft 🙂

Alles darf sein, nichts muß!

Zur Dominanz des Sehsinns

Eine Frau, die im Phaeno/Wolfsburg auf vier Videos gleichzeitig ihre Lippen bewegt.

Ich habe ihre Augen verpixelt, weil ich nicht weiß, ob ich mein Foto unverstellt zeigen kann.

Wahrzunehmen ist beim Betrachten des ersten Videos oben links die Lautfolge fa-fa-fa, dem zweiten daneben zugeordnet erscheint ba-ba-ba, das dritte Video links unten hat eine andere, ähnliche Lautfolge, das vierte daneben wiederum auch.

De facto tönt aber der Lautsprecher nur ba-ba-ba.
Das merkt man erst, wenn man nicht hinschaut.

Wie ist das möglich?

On sacred ground

Unterwegs im Naturschutzgebiet Saupurzel.

Ein richtiger Kahlschlag war das erste, was uns auf dem Parkplatz zu dem Gelände auffiel.
Nun wissen wir ja alle, daß es wegen des Klimawandels (?!”) keiner schnellen Maßnahmen bedarf. Dennoch berührten diese und ähnliche Bilder schon sehr.

Auf den trockenen Wegen sind wie im Vorjahr emsig Bienen unterwegs. Mörtelbienen sollen diese recht kleinen Gesellen heißen.

Den Wollschweber traf ich nun schon zum 4. Mal in diesem Jahr an.

Scharbockskraut

Wolfsmilch mit Gast

Fingerkraut

Die Küchenschelle war noch recht fidel auf diesem Trockengebiet.

Obwohl es sonst – zu dieser Jahreszeit – nicht viel zu sehen gab, war der Besuch dieses Gebiets ein Wandeln auf ganz besonderem Gebiet.

Es gibt auch noch eine witzige Sinnestäuschung anzumerken! Meine Frau vermeinte, ein Pony auf dem kargen Gelände zu sehen. Der Eindruck blieb eine Weile bestehen.
Dann merkte sie aber doch, daß ich es war, der im Hinunterbücken, vermutlich zur Küchenschelle, von hinten so wie ein Pony wirkte. Vielleicht trugen auch meine schwarzen, wehenden Haare dazu bei.

Leute Kennenlernen

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte , diesmal von Anna-Lena mit ihrem Blog Meine literarische Visitenkarte. müssen in einem Text mit max. 300 Worten zwingend verwendet werden. Das ist das Besondere daran.

Nestbau
tanzen
frostig
.

*****

Der eine fängt früher damit an, der andere später: Sich ein Zuhause zu bauen, eine Identität, eine Ausrichtung aufs Leben. Das kann man mit dem Begriff Nestbau umschreiben.

Frank war solch ein Spätberufener. Während andere schon längst Familie hatten und die üblichen Probleme dieser Lebensweise, ging er samstags in einem Technoclub tanzen , aber immer nur für eine Stunde. Das gefiel ihm. Vorher war er noch Automat spielen, in einem Spielsalon.

Seine Mutter reagierte irgendwann frostig und besorgte ihm eine Wohnung, damit er sich abnabele.

Besorgt sein um seinen Umgang musste sie nicht sein, er spielte abends immer im Internet, auch noch nach dem Tanzen am Samstag.

Eine Nachbarin erfuhr von der Lebensweise Franks und empfahl seiner Mutter, Frank solle zur Abwechslung mal bloggen. Das würde ihn unter Leute bringen. Also ging sie mit der Nachbarin hin und richtete Frank einen Blog ein. Auf diesem konnte sie Franks Werdegang insgeheim verfolgen. Frank schrieb meist über Spiele und übers Tanzen. Spielen taten ja die meisten seiner Blogfreunde, Tanzen eher weniger. Deshalb schrieb er bald kaum noch übers Tanzen, ging auch nicht mehr in den Technoclub.
Das beunruhigte seine Mutter insgeheim dann doch.

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