Dem Tanz ergeben

Eine kleine Gruppe tanzender Frauen.

Auch nächstes Jahr werden wir tanzen und unser Leben leben. So ist zumindest meine Auffassung.
Und da Wille einiges bewegen kann, Klagen und Verzweiflung nicht, bauen wir auf ihn.
Petra Pawlofsky führt seit einiger Zeit ein Projekt zu hoffnungsvollen Gedanken und da möchte ich mich mit diesem Beitrag erneut einreihen.

Noch ein paar wenige Tage, dann beginnt ein neues Jahr.

29 thoughts on “Dem Tanz ergeben

  1. Deine Tänzerinnen gefallen mir sehr gut. Ich hoffe, dass der Eiertanz um Lockdown oder nicht, Impfen oder nicht usw. endlich aufhört. Ich bin mir allerdings auch klar darüber, dass ich auf einem sehr hohen Niveau jammere, wenn ich da nur mal so an meine eigene Familiengeschichte denke…Hauptsache gesund!

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  2. Ich geh mit großer Wahrscheinlichkeit – aus “Erfahrung”- davon aus, dass das nächste Jahr die größere Wiederholung der letzten werden wird. Und dass in all seinen Aspekten: Guten wie Schlechten. Wir werden auch in ihm wieder nach den Flötentönen des Lebens tanzen. Das Ensemble mit seinen Projekten und Wünschen wird sich neu zusammensetzen und wachsen wie die Reiskörner auf dem Schachbrett des klugen Höflings. Das bessere Leben ist und bleibt ein Leben auf einer nach oben offenen Richterskala. Noch nie in der Menschen-Kindergeschichte hat irgendeine Generation auf lange Sicht zurückgerudert. Nach jedem Rückschlag folgt ein noch größerer Returne. So als ob der größere Schlag den Rückschlag vergessen machen, trösten, vielleicht auch “zum Schweigen” bringen könne. In der letzten Woche sah ich einen Film über die Nachkriegszeit: wie am Boden lagen die Städte, wie unglaublich die Zahl der Toten, wie grausam der Genozid an den Juden. Und dann, keine 10, 15, 20 Jahre später….Das Wirtschafts “wunder”: Wachstum, Fortschritt, soweit das Auge reicht. Das Leben tanzte weiter in vollen Zügen. Ein jeder tanzt nach seiner Musik und seinen einstudierten Windungen und Wendungen. Wer nicht mehr tanzt -d.h. wessen Herz nicht mehr pulsiert- ist Tod. Diese Konsequenz stoppt keine Hoffnung auf der Welt. Denn wir ziehen sie doch alle einmal. Dann hat der Tanz des Lebens alle unsere Kräfte verbraucht, nun tanzen andere weiter. Der Tanz geht einfach weiter, die Combo wird ausgewechselt – es sei denn, es wird durch eine Krise wachgeküsst, aufgerüttelt. Der menschliche Wille alleine reicht m.E. dann nicht. Aber nach meinem Eindruck wird es dann sicherlich ganz anders aber auch wieder “größer” als vorher. Mit besser oder schlechter kann man dem nicht beikommen. Das tanzende Leben kümmert sich nicht um Hoffnung und Moral von gestern. Es ertanzt sich seine eigene. Auf was also sollte man “Hoffnung” bauen, auf “Flugsand”? Ich jedenfalls hoffe, das meine kleinen Hoffnungen morgen das rettende Ufer finden. Das wäre eine unglaublich große Sache.

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    1. Das tanzende Leben kümmert sich nicht um Hoffnung und Moral von gestern.

      15, 20 Jahre später: Das ist doch schon eine irrsinige Distanz. Wenn eine solche Distanz nicht ausreicht, was dann?

      Ich sah auf einem Foto meinen Vater bei einem Karnevalstreiben ganz aufgelöst und wunderbar leicht.
      Man WILL das Leichte, will Spaß haben, vergessen. Das Leben ganz neu leben.

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  3. Ich tanze zwar selten, aber ich werde das neue Jahr nehmen, wie es kommt und wie immer möglichst das Beste draus machen. Jammern bringt einen ja auch nicht weiter. Und eben… es geht noch so vieles und vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, sich mal auf das zu konzentrieren was geht und darin auch neue Möglichkeiten zu entdecken.

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