
Eine weitere Geschichte bringe ich in Christianes neuen Etüdenaufruf ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text Text soll die Worte “Schlick ominös putzen” enthalten.
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Vor vielen Jahren war es, da unterstützte ich einen kleinen Club in den Bergen.
Nach dem freitagabendlichen Schachtraining im örtlichen Wirtshaus saß ich noch eine Weile dort allein, im Schlick meiner Müdigkeit.
Nur drei ältere Kartenspieler sassen am vorderen Tisch, alle anderen Tischen schienen schon geputzt.
Zwei Einheimische und ein Italiener, nennen wir ihn Giacomo, sassen noch zusammen.
Die Spiel-Kommentare kamen sehr rasch und ruckartig, zunächst von den zwei älteren Deutschen.
Sprachlich verstand ich wenig bis nichts. Es war eben Dialekt und auch schnell herausgestossen, wie vielleicht Spucke.
Ich kannte das Spiel selbst nicht, es schien mir “Schafbock” zu sein.
Ich wunderte mich nur, daß Giacomo die abrupten Kommentare der anderen auf ominöse Weise verstand.
Was mich aber noch mehr verwunderte, war, daß Giacomo mit ebenso schnellen Kontern antwortete. Was ich zuvor bei den anderen Zwei noch in etwa verstand, war bei ihm völlig unverständlich. Es war für mich reinste Lautmalerei.
Aber die drei verstanden sich offenbar sehr gut.

Even with the translation, I can’t really follow the story but I understand you were challenged to include 3 words and it might not have been easy. But I love the drawing, it’s beautiful! That kind of flowing, open curve is one of my favorite things to see. 🙂
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Dialektische 🙂 Lautbildung kombiniert mit fremdsprachlichen Verbiegungen sind eine echte Herausforderung für das Verständnis. Da können wir froh sein, wenn unser Gehör fein funktioniert.
Um den Klang aufzuschreiben, reicht unser Buchstabensystem bei weitem nicht aus.
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Das denke ich auch, das ist phonetisch ganz schwierig.
Ich habe immer wieder mal versucht, “Ticinallo” , einen Ortsnamen, auszusprechen. Das kriegst Du einfach nicht richtig hin.
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Bei manchen akustischen Eindrücken kann man wirklich den Eindruck gewinnen, dass die Bogengänge des Ohrs mitgewirkt haben – so wie in deiner schönen Zeichnung.
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Gerade jetzt erinnere ich mich wieder an ein “woah” meiner Friseuse, die meinen Gedankenfaden offenbar nicht folgte, obwohl sie ihn angestoßen hatte. Dieses “woah” hätte ich gerne akustisch zerlegt, vielleicht steckte da was komplexeres an lautgebung dahinter, als ich hier gerade angab.
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Ich bin gar kein Kartenspieler. Ist “Schafbock” das, was ich unter “Schafkopf” auch nicht kenne? 😉
Ich glaube, wenn man lange in derselben Gegend gelebt hat, versteht man einander, auch wenn man vielleicht nicht alle Wörter versteht. Und wenn man ein guter Spieler ist sowieso. 🤔
Hab Dank, dass du deine Erinnerungen teilst!
Abendgrüße 😁🌅🍷🍪👍
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Kann sein, daß das Spiel wirklich Schafbock heisst. 🙂 Habe da wohl zwei Spiele verment 🙂
Giacomo erinere ich bis heute 🙂
Danke Christiane!
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Schafbock habe ich auch nie verstanden!
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Haha 🙂
Ich war eigentlich nie Kartenspieler und wenn, dann nur Canasta, Poker oderr ähnliches…
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Na, mit Poker hat aber schon mancher Haus und Hof verloren!
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Wir spielten um Pfennige, dennoch… 😉
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