Männliche Zuckmücke

Die folgende sehr winzige Mücke, wohl 4 mm lang, fand sich, kaum wahrnehmbar fürs menschliche Auge, am Insektenhaus.

Eine männliche Zuckmücke, erkennbar an den Federn an den Fühlern. Zudem auch an den Zangen am Hinterleib.

Selbst solch ein winziges Tier “erzeugt” natürlich Strukturfarben auf den Flügeln, die sich längs des sehr dünnen, stielähnlichen Körpers falten.
Diese Strukturfarben werden letztlich dadurch erzeugt, daß die Flügeldecken aus mehren ultrafeinen Schichten bestehen, ähnlich wie ein Parkhaus.

Was es dort am Insektenhaus suchte, ist mir ein Rätsel. Sonnte es sich?!
Parasitärisch Eier ablegen kommt ja nicht in Frage.

Aufgenommen am 31.03.2020

27 thoughts on “Männliche Zuckmücke

      1. Ich weiß, Gerhard, du zeigst es uns ja auch immer wieder, und dennoch ist es schwierig, sich den Gedanken ganz zu eigen zu machen:wie im Kleinen so im Großen, wie oben so unten. Außer der Größe (Winzigkeit) und der Differenziertheit ist die schier unendliche Formenvielfalt bewundernswert, die auf wenigen Grundformen und Grundfunktionen basiert.

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        1. Bausteine der Natur.

          Vor etwa 10 Jahren fragte ich einen bewanderten Freund, ob sich Funktion an sich bis hin zu den Molekülen fortsetzt.
          Ich bekam damals aus Behäbigkeit wohl keine Anwort, leider, weiß aber mittlerweile, daß dem so ist.
          Selbst komplexe Moleküle wie Proteine falten sich räumlich nach bestimmten Mustern, immer wieder neu, damit sie bestimmte Dinge leisten können. Wie kleine Maschinen.

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              1. da habe ich dann noch eine Frage: funktionieren Moleküle in lebendigen Organismen in der gleichen Weise wie in nicht lebendigen Maschinen? oder gibt es da Unterschiede? Und um welche Molleküle handelt es sich jeweils?

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                1. Natürlich nicht, das zur ersten Frage 🙂
                  Proteine. Das zur 2. Frage.
                  Man hat mittlerweile das lebendige Faltungsverhalten dieser großen Moleküle untersucht/sichtbar gemacht. Ihre räumliche Gestalt jeweils befähigt sie zu bestimmter Funktion.
                  Gesteuert hierzu werden sie natürlich.

                  Von alleine machen sie das nicht, es sei denn aus pysikalischem Grund. Wenn sich etwa ein bestimmter Gehalt an Chemie um sie herum ändert. Doch das sind jetzt Vermutungen.

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              2. wenn sie in lebendigen Organismen “natürlich” nicht in gleicher Weise funktionieren, dann ist der Vergleich mit den Machinen falsch, oder? Das Prinzip des Lebens ist von Anfang an ein anderes als das toter Materie.

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                1. Falsch würde ich nicht sagen.
                  Es sind höhere Regelkreise davor geschaltet, etwa auf weit höherer Stufe Gene, oder schlicht Chemie und Physik, wer weiß das schon.

                  Du sprachst ein mechanisches Weltbild an, das ich so nicht habe, doch je tiefer man geht, um so mehr trifft man wohl auf “Zahnrädchen” , wennauch sehr komplexe.
                  Wer oder was das so eingerichtet hat, darüber kann man streiten 🙂

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              3. streiten will ich nicht, auch keine metaphysische Spekulation. Nur Klarheit, was du meinst. Mal sprichst du von Maschine, dann wieder von Zahnrädchen oder allgemein von Chemie und Physik. Du sagst, du hättest “ein mechanisches Weltbild so nicht” – ja wie denn? Ich frage dich, wenngleich ich vermute, dass du als Nicht-Fachmann da auch nicht weiter weißt, weil du das Thema angesprochen hattest, und es mich beschäftigt: ist es eine Frage der Komplexität der Moleküle, ob etwas lebendig ist, oder ist es eben doch etwas grundsätzlich Unterschiedliches: das Lebendige und das Unlebendige. Wenn es irgendwo im Allerkleinsten identisch wird, ist es nicht grundverschieden, nicht wahr?

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                1. “Ist es eine Frage der Komplexität der Moleküle, ob etwas lebendig ist, oder ist es eben doch etwas grundsätzlich Unterschiedliches: das Lebendige und das Unlebendige.”
                  Lebendiges reproduziert sich, hat auch die Fähigkeit, mal so oder so zureagieren.
                  Es verfügt über Sinne.
                  All das kann man Einzellern und Pflanzen zusprechen. Aber Proteinen?! Das sind Erfüllungsgehilfen des Organismus. Genauso wie es das Chlorophyll in Pfalnzen ist. Das sind sehr komplexe Moleküle, aber nicht lebendig. Da sie sich nicht reproduzieren. Aber sie reagieren natürlich auf chemische Verhätnisse um sie rum, vergleichbar mit einem Schwamm, der Wasser aufsaugt. Oder ein Stück Keramik, das im Frost zerbricht.

                  Wie Du anfangs sagtest: Ich bin kein Experte, mache mir meine Gedanken, verfüge über Angelesenes, formuliere vielleicht auch ungenau hie und da. Bin ja kein Prof.

                  Viele glauben nicht, daß KI irgendwann über Bewusstsein verfügen kann. Die masslose Komplexität eines solchen Systems, auch in in der Zukunft ,wird kein Bewusstsein generieren können.
                  Bewusstseinsforschung steht aber noch ganz am Anfang, es gibt im wesentlichen 2 konkurrierende Ideen, was das überhaupt ist.
                  Zu meiner Lebenszeit jedenfalls werde ich das nicht mehr erfahren können.

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              4. danke, Gerhard, für die vielen Gedankenanstöße. Auch die Viren sind ja merkwürdige Zwitter, vielleicht Zwischenglieder zwischen der toten und der lebendigen Materie. Sie können nicht allein existieren, können sich nicht unabhängig von ihrem Wirt reproduzieren, sind nicht lebendig, aber auch nicht tot.
                Du schaust ins Kleine und findest viele Wunder, ich neige dazu, ins Große zu schauen. um meinen Blick zu weiten. Liebe Grüße zur Nacht!

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