Update aus der Werkstatt 2019/22

Folgendes Stück hatte ich am 09.05.2019 aus Restplatten gefertigt.

Eine Art “Lebenslauf-Skulptur” :

Wt3

Ich fügte auf der Rückseite noch eine Röhre an. Damit lässt sich diese Skulptur senkrecht auf einer Stange aufbringen.

Am 09.07.2019, ganze 2 Monate später, ist das glasierte Stück endgültig gebrannt!

Linien

Wieso hat es so lange gedauert?

Nun, ein erster Glasurbrand zeigte am 01.07.2019, nach 2 Wochen Urlaub kein überzeugendes Ergebnis:

erste

Die roten Pigmente in der Glasur waren zu ausgedünnt, sodaß ich es nochmal glasieren musste, diesmal mit einem fast sämigen Blau über die roten Flächen.

 

 

16 thoughts on “Update aus der Werkstatt 2019/22

  1. Die Idee, einen Lebenslauf in Kurven mit schwarzen Punkten in Keramik umzusetzen hat mich überrascht und ist sehr überzeugend. Es hat etwas für mich unerklärlich “Afrikanisches”, mit Farben und Formen abstrahiert Kompliziertes so zum Ausdruck gebracht. Dass dieses Rot stellenweise durch das Blau schimmert passt zum Thema, dieses Halbdurchscheinende des Untergrundes gefällt mir nämlich auch bei der “roten Version”, nur wirkt es weniger gewollt und schwächer. Sehr gut.

    Mir gefällt auch die Idee, etwas, das man so “verschlüsselt”, offensichtlich aufzustellen und so ein Statement zu sich selbst abzugeben, das den einen unverständlich und den anderen offenbarend wirkt.

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    1. Danke Dir, Heide!
      Im Grunde war ein rein formaler und schnöder Gedanke Ausgangspunkt: Wie verwende ich eine schon etwas angetrocknete Tonplatte?
      Stege auf so einer Platte hatte ich schon mal versucht.
      Beim Tun kam mir der Gedanke an Lebensläufe – und dann unterstrich ich diese Idee mit Farbtupfern auf den Stegen.
      Im Grunde also ist das Ganze ein einfacher Prozess: Ich mache etwas formal Ansprechendes und schaue, was sich daraus entwickelt.

      Das Afrikanische, das Du ansprichst, wird mir JETZT auch deutlich.

      Zum Aufstellen: Das Stück kann man ja als dem konkreten Spektrum zugehörig ansehen, also als ein reines Spiel mit Formen (was es auch ist) oder als ein Gleichnis.

      Ich bin auch froh, daß Kreatives leicht geht/gehen kann – man muß nicht konzipieren oder ähnliches. Einfach tun und machen.
      Ich denke, das ist generell ein guter Ansatz.

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      1. kreative Prozesse, so sehe ich es auch, müssen nicht kompliziert sein. Einfach tun und machen, wie du sagst. Doch die Interpretation im Nachhinein ist wesentlich für mich, sonst bleibt es pure Ornamentik. Kunst kann zum Sehen und Denken anregen, ja, das ist sogar ihr eigentlicher Wert. Liebe Grüße!

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        1. Ornamentik war nie mein Sinn – ich glaube, daß ich noch nie so etwas machte.
          Es gibt ja solche Aufträge…
          Was Du übers Anregen sagst, das findet ja oft in Gegenwartskunst statt. Da ist die Gefälligkeit sekundär oder tertiär 🙂

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