
Oben eine Zeichnung von mir mit den Zahlen von 1 bis 1000.
Wie lange braucht man zu so etwas?
Jemand soll mal auf eine Kritik am Elternsprechtag gesagt haben: “Die Zahlen bis eine Million hätte ich schnell hingeschrieben!” 🙂
In der Tat braucht man aber dazu lange. Ein polnischer Künstler schrieb einst fortlaufend Zahlen nieder und kam während seines Lebens auf etwas mehr als 5,5 Millionen!
Nachzulesen hier
Wieso ich das alles erzähle? Weil gerade bei Abfällen, z.b. Plastik, die pro Zeiteinheit (Minute, Stunde, Tag) angefallene Menge in die Hundertausende, Millionen oder sogar Milliarden geht. Niemand kann sich vorstellen, was etwa eine Milliarde Plastikbecher sind. Wieviel ist das?
Ein amerikanischer Künstler, Chris Jordan, half hier um 2006 für die USA mit einer Visualisierung nach. Z.B.:
2.000000 Plastikflaschen alle 15 Minuten
Weitere Beispiele ab 2009 sind auf seiner Seite Running the numbers II zu finden.
Diese Visualisuerungen helfen wirklich, große Zahlen nachzuvollziehen.

So erschreckend sind die Zahlen. Auf dem Gymnasium von meiner Tochter gibt es allerdings einige Lehrer, die den Schülern das Thema nahe bringen und viele gute Tipps geben, auf Plastik zu verzichten. Es gibt auch eine Garten AG, wo die Schüler lernen können, auf dem kleinsten Raum nützliche Pflanzen anzubauen und zu pflegen. Kleine Schritte, die großes bewirken können.
Das ist doch schon mal was!
Wenn man liest, daß 2007 (!) pro Tag etwa 400.000 Handys in den USA entsorgt wurden und daß man mit diesen zig Fußballfelder bedecken könnte, dann hat man eine Ahnung von der Dimension.
Aber wie gesagt: Gute Initiativen brauchen wir gerade heute!
Es ist unfassbar. Heute hoffe ich sehr, sind wir mit Recycling und upcycling & gebrauchtes verkaufen & verschenken weiter. Trotz all den Zahlen möchte ich positiv denken und auch so bleiben. Es ist interessant, wie sich die Welt auch im Moment verändert. Es ist schon so , dass wir Gurken nicht mehr in Plastik verpackt kaufen müssen, dass Stoffnetze zum abwiegen von Obst & Gemüse benutzt werden. Einweggeschirr wurde verboten. Ich denke, das wichtigste ist, den Menschen zu zeigen, dass die Umwelt auf uns angewiesen ist. Dass die Welt sauberer machen, ein großes Profit für uns ist.
Meine Frau wollte ein Designersofa verschenken (es war zu groß für den Raum). Es musste nur abgeholt werden. Einem grossen Kreis unserer Jazzinitiative boten wir es an. Leider kein Interesse. also behielten wir es und brachten es in einen unteren Raum.
Meinem Gefühl nach sind wir noch nicht am Ende der Fahnenstange, Gebrauchtes hat ein ganz schlechtes Image.
Mein Hany hat gewisse Tücken (Zugriff auf apple store fehlt) – meine Frau sagt: Kauf Dir doch ein neues! Ich will aber nicht. Erst dann, wenn es versagt.
Diese Einstellung : erst dann neu kaufen, wenn das alte versagt, das fehlt leider sehr sehr vielen Menschen. Ich klette auch sehr an meinen Sachen. Meine Nikon Kamera wird im Oktober 10. vor kurzem war ich auf einem Foto Workshop und wir haben meine Kamera mit einer neueren Nikon verglichen… die hat nur ein paar Funktionen mehr, ohne die ich gut leben kann.
Bei mir genauso. Meine ist auch 10 Jahre alt.
Die evtl. 5 Prozente Verbesserung , darauf kann ich verzichten.
Genau. Oft halten auch die älteren Kameras länger, Handys auch. Die neuen fallen hin und alles ist zersplittert
Mein CD-Player, die ganze Anlage, ist mindestens 35 Jahre alt und…top!
Ein Musiker hat sie auch vor 5 Jahren mal beurteilt. War mittelpreisig.
35 Jahre ist natürlich sehr lange. Meine Tochter nutzt im Moment eine Anlage, die ich von meinen Eltern zum 18-ten Geburtstag bekommen habe. 20 Jahre wird die bald und läuft prima. Ihre Freunde vermissen nur Bluetooth 😂😂
Mp3 kann ich natürlich dort auch nicht.
Wenn ich die ein Viertel aufdrehe , ist sie superlaut. Ich habe mal 50% gegeben, ohne Verzerrung!
Die Leute geben zu oft ihren alten Geräten keine zweite Chance mehr. Lebensmitteln, Handys, Kameras. Es wird so schnell durch neues ersetzt. Ich freue mich immer, wenn ich Menschen begegne, die anders drauf sind.
Ja! ich bin kein Puritaner hier, aber ich sehe nicht ein, daß alle paar Jahre mein Sperrmüll abgeführt werden muß.
Beispiele über Beispiele:
Ein Freund von mir muß heute eine Wohnungsbegehung hinter sich bringen. Sein alter Sessel taugt nicht mehr zum Sitzen, aber zum Bücherstabeln, auf Sitz und Lehnen. Haha.
Nach der Besichtigung kommt er wieder aus dem Keller zurück.
😄 man wünschte, man hätte mehr Räumlichkeiten. Dann könnte man wunderbar upcycling machen. Hab einen schönen Abend 🙋🏻♀️
Dir auch! 🙂
Danke 😊
Hallo Gerhard!
Diese Grafik gefällt mir sehr gut, vor allem die Idee dazu. Wer Suchbilder liebt, könnte darin bestimmt auch etwas konkretes finden.
Gruss schlagloch
Reingelegt hatte ich tatsächlich nichts, lieber franz. Ich hatte damit zu tun, ohne fehler zu 1000 zu kommen.
Gestern sah ich einen TV-Bericht, in dem der Sternenhimmel über Spitzbergen zu sehen war und die schier unzählige Sternenmenge war nicht zu fassen. Unfassbar schöööön
Auch das wahrhaft große Zahlen 🙂
Ab einer bestimmten AnZAHL schwindet für uns Menschen die Anschauung und sie können sich nur durch mehr oder weniger hilfreiche Vergleiche behelfen. Du hast das Problem sehr gut auf den Punkt gebracht!
Es war mir ein tiefes Anliegen, Joachim!
Wie Gerda auch schrieb: an könnte und sollte so etwas auch im Schulunterricht bringen.
ist klar, geht nicht um Mathematik, ich wünsche einen guten Start in die Woche ohne Kummer und Sorgen, Klaus
Hoffen wir’s, Klaus! 🙂
es wird gut, echt
Ich denke auch, Klaus!
Draussen ist es stürmisch und für die Jahreszeit zu warm.
Das sind in der Tat beeindruckende Zahlen!
Du meinst Jordan’s Zahlen?
Alle genannten and sorgfältig geschriebene.
Ein interessanter Beitrag. Ein Beitrag, der uns die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens aufzeigt. Oder besser: die meine.
An Opalka musste ich sogleich denken, wobei bei ihm die Visualisierung der Zahlen auf dr Fläche noch einen besonderen Effekt bekommt dadurch, dass er die Zahlen schrieb bis der Pinsel keine Farbe mehr abgab. So jedenfalls habe ich es gelesen.
Es gab noch andere Künstler, an die ich zunächst dachte, aber beim Surfen fand ich diesbzgl. Opalka.
Und Neil Jordan mit seiner Veranschaulichung ist für mich beispielslos.
Ich denke, ich fand ihn, weil ich vor Jahren mal per Google nach “Was ist eine Milliarde?” suchte.
Sehr interessant dein Beitrag und deine Zeichnung. Jordans Visualisierung ist großartig, eswäre gut, sie an Schulen und Supermärkten laufen zu lassen. Oder auch auf großen Leinwänden an Stränden.
Aber das Faszinierendste ist Roman Opalkas Werk (herzlichen Dank für den Hinweis!). Er schaffte es, 5.5 Millionen Zahlen zu schreiben, tagtäglich, ein Leben lang. Er wurde achtzig, wie ich eben nachlas.
Wieviele Menschenleben zu vernichten schaffte der “Nationalsozialismus” in den wenigen Jahren seiner Existenz?
Ja, die Schlussfrage treibt einen schon um.
Ich sah auch mal eine Visualisierung, eine Karte mit all den vielen Orten, an denen die Nazis wüteten wie in Babi Yar.
Unvorstellbar sind auch die Zahlen, denen man beim Zählen der Sterne in der Milchstraße begegnet. Und dann noch die beinahe endlose Zahl der Galaxien, wie viele Sterne gibt es dann insgesamt?
Das kann man nicht wissen, da die Ausdehnung des Universums über den sichtbaren Bereich hinausgeht.