Alles umarmen wollen

Es gab da vor nicht allzulanger Zeit so eine Aufbruchsstimmung in mir: Ich wollte mich stärker dem Lesen verschreiben (vornehmlich Sachbücher erstmal), wollte das schon recht umfangreiche “Bewegungs-Freude-Programm” weiterführen, wollte stärker als bisher “Künstlerisches ” produzieren, meiner Kamera mehr Gewicht geben, wollte meinem Urhobby Schach vermehrt Energie zuführen.
Wollte meiner Musikbegeisterung noch etwas nachschieben, in Form eines zu erlernenden Instruments.
Und wer weiß, was noch alles.

Gescheitert bin ich nicht, nur habe ich deutliche Abstriche machen müssen.
Aus dem Zelebrieren der Bewegungsfreude wurde hauptsächlich … Spazierengehen! Racket, Inlinerboots, Fahrrad, Badesee, neu gekaufter Tretroller – allesamt nicht oder kaum in Gebrauch.
Schach spiele ich wieder in einer Mannschaft. Das schon, aber das angestrebte Studium von interessanten Schachpositionen, das ich früher so gerne pflegte,  ist dem Rotstift anheim gefallen.
Fotografieren beschränkt sich auf den “schnellen” Makro-Bereich.
Lediglich mit dem Künstlerischen kann ich zufrieden sein.

Die LeserIN wird vielleicht sagen: Probleme hat der !!
Aber ich halte dem entgegen: Wieso nicht? Es GAB Zeiten schwerer Depression, in denen ich nichts tun konnte, sondern nur darbte. Es gab Zeiten, in denen ich meine Talente und Möglichkeiten nicht nutzte – Brachland eben. Und es wird Zeiten geben, wo diese angestrebte Vielfalt von alleine zusammenbrechen wird!
Also ergehe ich mich weiter in Vielfalt, mit der gebotenen Ruhe dabei!

 

 

 

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