Ärger mit Doppelwandgefäss

Dieses Doppelwandgefäss unten hatte ich vor vielen Wochen gefertigt.

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Weil es einen kleinen Haarriss an der Lippe hatte, den man oben nicht sehen kann, entschloss ich mich, es nochmal zu brennen.

Mit Paperclay (Gemisch aus Ton und Zellulose) füllte ich diesen Riss auf, bestrich die Stelle danach mit der verwendeten Glasur und stellte es jüngst erneut in den Ofen.

Leider brach bei diesem Brand eine Einlageplatte, die auf Tonfüssen stand und krachte in mein Gefäss.

Nun war noch mehr kaputt. An zwei Stellen tief eingekerbt und der Boden hatte einen fetten Riss.

2 Möglichkeiten gab es: Das Ganze zu zertrümmern oder es erneut auszubessern.

Also entschloß ich mich für Variante 2 und brannte es zum 3. Mal.

Hier das Ergebnis:

Wenn man genau hinschaut, sieht man die Ausbesserungen (die man auf dem Foto jetzt nicht sehen kann). Aber dieses mein grösstes Doppelwandgefäss wollte ich einfach nicht entsorgen.
Die Glasur ist durch den 3-fachen Glasurbrand dunkler geworden.

Besuch der Rumpelkammer

Im Jahr 2020 geht es dank Christiane munter mit den Etüden weiter.
Die Wortspende stammt diesmal von Ludwig Zeitler.
Ich beteilige mich gerne an dem Projekt.
Folgende Worte sind zu verwenden:

Rumpelkammer
mutvoll
zehren.

*

Wir alle tragen eine Art Rumpelkammer unserer Kindheitsprägungen mit uns rum. Wenn wir mutvoll drangehen, können wir aus dem, was wir mit etwas Beharrlichkeit und Ängsten vorfinden, zehren.

Das sagt man zumindest so, seit es Freud (und Vorgänger) so dargestellt haben.
Was anderes bleibt uns aber auch nicht möglich, denn wie kommen wir sonst an die dunklen Geheimnisse, die uns am hellichten Tag so dreist bestimmen?!

Immer neue Ideen kommen diesbezüglich auf.
Vor mehr als 20 Jahren war es die pränatale Psychologie, die mich damals in den Bann zog.
Wurde man bei der Geburt mit der schon oft thematisierten Umschlingung durch die Nabelschnur gequält, war das Vorwärtsdrängen mit grossen, existentiellen Ängsten verbunden. Insofern war man dann auf Erden später sehr zögerlich, Entscheidungen anzugehen. Vermied sie, weil sie immer grosse Ängste auslösten.
Das ist zumindest eine plausible Erklärung.

Manche Therapeuten verfielen auf die Idee, den Geburtsvorgang des Klienten nachzustellen und ihn diesen als diesmal angstfrei erlebbar zu machen.

In jedem Fall ist es aber so, unabhängig von therapeutischen Ideen, daß wir ohne jegliche Kenntnis unseres Innern es schwer haben, das Leben gut zu meistern.

*

Im Mikrokosmos/In the microcosm

Eine Taufliege nascht an der Weide.
Sie dürfte 3 mm lang sein.
A fruit fly nibbles on a willow blossom.
It should be 3 mm long.

Wahrlich, ein Universum für sich…
Truly a universe in itself …

Versteckt in ihrem Tun! Ganz unten im Wirrwarr gibt es Leckeres zu holen. Nur auftupfen muss man es.

Hidden in its actions! At the bottom of the huddle there are delicious things to get. You just have to dab it on.

Aufgenommen am 01.04.2020
Taken on the 1st of April.

Roads to travel

Zeichnung von 2017

Welchen Weg nehmen wir? Es scheint, als gäbe es ein ganzes Gewirr an Wegen, nach der Krise.

Andenken und überdenken kann und sollte man diese Wege ja jetzt schon. Die Klimakrise ist nicht weg, ich kann mich noch gut erinnern, dass man sie mit nur wenigen Einschränkungen meistern wollte, was sicher nicht geht. Vielleicht ist man jetzt bereit, das Nötige zu tun.