Gartenskulpturen

Im Palmengarten Frankfurt schaute ich mir zwei Skulpturen näher an.

Zunächst die folgende Frau, die wohl im Tanz begriffen ist.

Das hier ist eine der guten Ansichten dieser Plastik.
Der von uns aus zu sehende linke Arm fällt entlang des Beckens und erzeugt so ein wunderbares Dreieck.
Als ich auf diese Plastik zuging, von der rechten Seite kommend, sah die Plastik etwas plump aus. Die rechte Seite der Frau bildete eine undefinierte Linie.
Geht man um die Plastik herum, wird sie spannender.
Ich denke, eine Plastik sollte – nach Möglichkeit – aus jeder Richtung gewinnend anzuschauen sein.
Einen solchen Eindruck hatte ich einst von einer Liegenden in Marienbad, über die ich vor einem knappen Jahr hier berichtet hatte.

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Unten eine konkrete Arbeit einer im Raum Würzburg lebenden Künstlerin, Sonja Edle von Hoeßle.

Mir sagt so etwas immer zu, salopp formuliert.
Soweit ich sah, steht die Skulptur im Palmengarten seit 2023.

Diese Plastik gehört zur Gruppe “Verticles” der Künstlerin.

Mit Ton, so dachte ich gleich, lässt sich nur eine reichlich abgespeckte Version solcher Endlosschleifen generieren. Zumal die Formen ja auch hohl sein müssten.
Das Ergebnis würde sich auch zwingend durch den Brand verformen.

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Mehr vom Palmengarten in weiteren Posts.

Drabble – Freundlichkeit

Wieder nehme ich an einem Drabble teil, hier von Puzzle ausgerufen.


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In einer Tankstelle traf ich einst einen Freund.
Unsere Beziehung war etwas angestaubt, lange schon hatte ich nicht mehr mit ihm gesprochen.
Ich tauschte draussen allerlei Neuigkeiten mit ihm aus.
So vergaß ich völlig, daß mein Auto ein weiteres blockierte.
Ich hatte darüber einst im Blog berichtet gehabt.
Für den wartenden Ausländer brach deswegen nicht die Welt zusammen. Er bat mich höflich, ein Stück wegzufahren.
Wie wäre es mir mit einem anderen Menschen ergangen?
Ich hätte wohl wüste Beschimpfungen gehört.


Damals gab es noch nicht die Debatten, die es heute gibt.
Die Wärme des Menschen damals hatte mich beeindruckt.


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100 Worte.

Drabble – Je oller desto toller

Wieder nehme ich an einem Drabble teil, hier von Puzzle ausgerufen.


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Auf einer längeren Fahrt auf der A3 pflegte ich früher meist eine Rast an einer ganz einfachen Rasttätte zu machen.
Ausser einer Tankstelle und einer ältlichen Restauration gab es da nicht viel.

Diese Raststätte war sehr angestaubt, in wirklich vielerlei Beziehung.

Es gab einen aufgebrühten Kaffee aus der Glaskanne (ui!) und zu essen etwa gebackenen Leberkäs.

Das Personal war auch ältlich, deshalb stürzte aber nicht meine Welt zusammen:

Genau deswegen hatte ich nämlich immer diese Raststäte angesteuert – weil sie so tröge war.

Sie war “Kult” für mich, genau aus diesem Grund.
Worst case – da gehe ich hin! Schick kann ja jeder!


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100 Worte.