Im Lauf der Zeit

Christianes neuer Etüdenaufruf verlockt mich wieder.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Regentonne
sensibel
schwanken.
enthalten.

Ein wehmütiges Thema habe ich heute.

*

Einige Bekannte und Freunde von mir sind aus freien Stücken gegangen.
Das hat – zuletzt – vermehrt Eingang in meine Gedanken gefunden. Vielleicht bin ich alt.

Da war der einstige Klassenkamerad, dem ich mal unversehens von Terasse zu Terasse zuwinkte, über eine Strecke von vielleicht 300 m. Reinster Zufall und Magie war das damals!
Ich hörte Jahre später, daß er nicht mehr unter uns weilte.

Er war nur einer in einer Reihe.

Eine Frau (die sich aktuell in bester Gesundheit befindet), erzählte mir einst von einem Weg. Den sei sie des öfteren gegangen, wenn es zuhause schwer wurde. Diese Praxis half ihr offenbar, ihre sonst wohl eine Regentonne füllenden Tränen loszuwerden.

Sind es sensible Menschen, die die Leine ziehen oder schlicht Leute, die unvermittelt einer ganzen Reihe von praktischen Problemen gegenüber stehen?

Beim Gedanken an diese Bekannten schwanke ich manchmal fast. Ich kann das Ganze kaum fassen.



Alle mögen Efeu

Naja, nicht alle. Efeu kann ja auch Bäumen heftig zusetzen.

Jetzt im Herbst (und dann auch Winter) aber ist Efeu der BRINGER für Insekten.

Die Diskusse des Efeu sondern etwas ab, das allen schmeckt:

Wie der Halmfliege, die ja auch immer Spaß an der Thuja hat,

und der großen Schwebfliege Syrphus ribesii.

Confusa

Tipula confusa nennt sich diese spät (September bis November) fliegende Schnake.

An einem Birkenstämmchen machte sie gestern Rast.

Da ich weiß, daß Schnaken sehr schön sein können, fotografierte ich sie.

Ohne die immense Länge der Beine wiederzugeben, versteht sich 🙂

Denn dann wäre sie vom Körper her winzig und ihre Schönheit verborgen!

Klar: Wenn jemand sagt: Schnaken mag ich nicht, dann kann ich das verstehen. Ich mag sie im Grunde auch nicht! Aber dass sie dennoch etwas zu bieten haben, ist unbestritten!

This bitter world

Bleistiftzeichnung

Nachdem ich zufällig den Song von Dinah Washington “This bitter earth” aus den Sechzigern hörte, und er mich sehr berührte, musste ich diese Zeichnung oben anfertigen. Ich tauschte dabei unwissentlich “Earth” mit “World” aus.

Das sind die Lyrics dazu:

This bitter earth
Well, what a fruit it bears
What good is love
Mm, mm, that no one shares?

And if my life is like the dust
Ooh, that hides the glow of a rose
What good am I?
Heaven only knows

Lord, this bitter earth
Yes, can be so cold
Today, you’re young
Too soon, you’re old

But while a voice within me cries
I’m sure someone may answer my call
And this bitter earth
Ooh, may not, oh, be so bitter after all

*

Die letzte Strophe verwässert meines Erachtens die eigentliche Aussage.