Schönheit bis ins Allerkleinste

Dies ist ein Artikel zu Christianes neuer Einladung zum Schreiben.
Drei Worte müssen in einem Text mit max. 300 Worten verwendet werden.

Vorbote
abgrundtief
ersetzen.

Letzthin konnte ich überraschend die sogenannte Mistbiene, die ja in Wirklichkeit eine Schwebfliege ist, fotografieren. Für mich ist sie der Vorbote des Herbsts und nach meiner Erfahrung dann auch die letzte Schwebfliege im Winter.

Dieses Hobby mit den Insekten ist nicht so leicht zu ersetzen.. Zumal ich in diesem Jahr ja auch wieder einige ganz neue Vertreter dieser Gattung fotografieren konnte.
Noch ist der Aufwand dafür überschaubar – und ich mache es ja gerne, täglich meine Fotos zu sichten.
Dank “bearbone”, einem Mitblogger, habe ich nun eine App, die einigermaßen zuverlässig ist und mir die zuvor manchmal abgrundtief schwere Arbeit der Bestimmung erleichtert.

Ich bin durch meine Fotografiererei zu der Meinung gekommen, daß die Natur nicht geizt. Sie verschenkt nämlich Schönheit in Funktion, Struktur und Farben auch an seine kleinsten Vertreter. Ich bin sogar der Auffassung, daß das auch bis in ganz kleine Dimensionen so geht, etwa bei Großmolekülen.

Dieses mir liebe Hobby werde ich aber nicht ausweiten, also etwa in spezielle Gebiete reisen, um neue Insekten kennenzulernen. Das wäre zuviel des Guten. So wie es ist, ist es gut.

Ein ambitioniertes Stück

Das folgende Objekt ist 53 cm hoch und wurde recht aufwändig zusammengebaut.

Die “eigentliche Arbeit” folgte danach. Einen vernünftigen Stand, das Ausrichten, das Verbessern und Glätten und nicht zu vergessen Luftlöcher.

So arbeitete ich noch drei Tage immer wieder an ihm, zuletzt bei kleineren Schönheitskorrekturen mit Paperclay. Denn für andere Mittel war der Ton schon zu getrocknet.

Man kann das Objekt auch so aufstellen:

Mittlerweile mache ich wieder kleinere Objekte, etwa mit der Höhe 20 cm. Da ist die Arbeit überschaubarer.

Neues auf allerkleinstem Raum

Nach dem Verlassen des Naturschutzgebietes Saupurzel entdeckte ich auf einer Ackerwinde etwas Besonderes:

Stomorhina lunata, eine Fliege, die ich noch nie sah:

und die Glänzende Schwarzkopf-Schwebfliege, ebenfalls neu für mich:

Die Glänzende Schwarzkopf-Schwebfliege versuchte auch an den Nektar zu kommen, schlich sich langsam an:

Doch die grössere Stomorhina lunata hatte was dagegen und verjagte sie.
So waren mir nur wenige Sekunden Zeit geblieben.

Was wie gesagt besonders war, war, daß ich gleich zwei Neuentdeckungen an einer kleinen Blüte und an einem einzigen Tag machte. Und nur durch Zufall, denn ich war aus dem Naturschutzgebiet schon draussen.

Stangenwald

Nun hat der Gerhard erneut so einen Stangenwald gebaut, sagt sich mein Gorilla.
Ja, ich habe es erneut versucht, sage ich ihm. Ich wollte schauen, wie weit ich damit auch technisch gehen kann.

Nun denn, meinen Gorilla hat das nicht überzeugt. Er meint wohl, ich solle ihm einen weiblichen schaffen, aber damals, als ich ihn schaffte, merkte ich, wieviel Arbeit darin steckt. Und ich werde es nicht mehr tun.
Gleiches gilt wohl für dieses Stangentohuwabohu 🙂