Zwei ähnliche Raupenfliegen

Die Goldrute in unserem Garten hat nun ihre Schuldigkeit getan.
Im August zählte ich wohl 30 Insektenarten auf ihr. Ich konnte alle diese Wesen bestimmen – zumindest die, die ich vernünftig abbilden konnte. Manche Flieglein waren kürzer als 2 mm. Da musste ich naturgemäß passen.

Von den vielen ist vielleicht die Rotgefleckte Raupenfliege Eriothrix rufornaculata und Cylindromyia brassicara (kein deutscher Name), aber auch eine Raupenfliege, interessant.

Von ihnen zeige ich einige Fotos:

Cylindromyia brassicara

Cylindromyia brassicara

Cylindromyia brassicara , breiter gebaut und etwas grösser

Eriothrix rufornaculata

Eriothrix rufornaculata

Diese Tierchen sind immer sehr schnell. Man hat den Eindruck, je winziger umso schneller 🙂

Aber ich habe Geduld genug, sie im Wirrwarr der Goldrute adäquat zu fotografieren.
Das war auch im letzten Jahr so.
Libellen, Hornissen und Krabbenspinnen zählen auch auf die Goldrute, allerdings aus anderem Grund.

Ich gebe zu, daß die Faszination für Insekten schon ein ganz eigen Ding bei mir ist.

Wer sonst legt eine Datei an, in der er alle Besucher der Goldrute zählt?! Dasselbe machte ich einst im Frühjahr für eine andere Pflanze.
Aber egal: So ist es im Grunde mit all meinen Leidenschaften. Irgendwie hat das Suchtcharakter.

Aber nur weil sie dort jede Menge Insekten vorfinden.
Diese lies ich nach ihrem Fang auf einem Blatt nieder.

Turm

In hohler Ausführung habe ich ein Turmgebilde geschaffen.

Damit habe ich auch jetzt Erfahrungen gewonnen, um vielleicht noch ein grösseres nachzuschieben.

Eine Frage der Kommunikation

Diese winzige Schwingfliege nähert sich der Töpferwespe Odynerus, selbst ein Winzling unter den Wespen.

Noch ist nicht klar, was die beiden da auf dem Hortensienblatt kommunizieren.

Jäh wird das Problem geklärt, denn offenbar wird Odynerus, bedrängt und sucht das Weite.

Jetzt hat die Schwingfliege das Blatt für sich!

Und schwingt ihre Flügel ohne Unterlass – auch eine Art der Kommunikation!

Aber nur weil sie dort jede Menge Insekten vorfinden.
Diese lies ich nach ihrem Fang auf einem Blatt nieder.

Tagesgedanken XXIV

Wenn ich einen Bekannten in der Stadt sehe, grüsse ich denjenigen meist bzw. halte ein Schwätzchen.
Gestern traf ich zum 3. Mal innerhalb kurzer Zeit den Organisator des Aktzeichnens, an dem ich teilnehme.
Immer scheint er etwas pikiert, er hat es offenbar nicht gerne, “erwischt” zu werden.

Kürzlich war ich auf der Beerdigung eines Klassenkameraden. Dort ging ich -erstmals eigentlich – nicht auf die Leute zu, die ich vielleicht 4 – 5 Jahre nicht mehr gesehen hatte. Ich lies sie kommen. Mir war dort einfach klar, daß mein “ständiges” Auf-die-anderen-zugehen auch etwas Unterwürfiges hat, ein sich unterordnen.
Ich bin zwar keine Grösse in Wirtschaft, Kunst oder sonstwo, habe aber trotzdem etwas vorzuweisen. Daher muß ich nicht der erste sein, der immer kommt und “um Beachtung bettelt”.

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Im Moment bin ich in einer guten Phase in der Keramik. Ich entwickele zur Zeit nach einer gewissen Serie bald etwas Neues, um auch da eine kleine Serie hinzulegen.
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Jemand hatte mal gemeint, daß ich hier ja nur Bilder zeige. Also Fotos von Bienen. Keine Texte.
Erstens stimmt das mit den Bienen nicht, ich zeige keine Honigbienen, weil es denen gut geht, im Gegensatz zu manch anderen Insekten. Und zweitens kann ich Texte schreiben, was ich ja hiermit auch tue.
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Im Moment lese ich ein Buch über Überzeugungen und wie sie zustande kommen können.
“Philipp Sterzer – Die Illusion der Vernunft.”
Ich muß zugeben, daß das Buch manchmal trocken wirkt, aber Sterzer legt gekonnt den Finger auf die Wunde, nämlich wieso es uns oft schwer fällt, Überzeugungen, speziell “irrationale”, aufzugeben.

Vielleicht dazu mehr in einer weiteren Folge meiner “Tagesgedanken”.